Göd und Godn
Beginnen tut’s im Althochdeutschen: gifatero für den Mit-Vater – also den, der bei der Taufe zusätzlich zum leiblichen Vater die Mit-Verantwortung für das Kind übernimmt. Im Mittelhochdeutschen Gevater im Frühneuhochdeutschen Gevatter und dann der Sprung über die dem Bairischen typischen Lautentwicklungen und Auslassungen hinweg zu God, Göd oder Ged. Im Schwäbischen Göte, im Allemannischen und Schweizerdeutschen Götti. Die Patin wird von der Godin zur Godn – aber jeder Sprachraum entwickelt’s anders: God und Godn, Göd und Godn, Göd und Godi.BK