Frühe Hilfe für Babys

von Redaktion

München – Seit Einführung des Mukoviszidose-Screenings für Neugeborene vor zehn Jahren sind in Bayern 281 Erkrankungen festgestellt worden. Eine frühe Diagnose ermögliche den schnellen Therapiebeginn und verbessere die Entwicklung und Lebensqualität der Kinder, sagt Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU).

Mukoviszidose ist eine angeborene Stoffwechselstörung. Eine Genveränderung führt dabei zu einer Störung des Salzaustausches in Drüsenzellen. Zähflüssiger Schleim beeinträchtigt unter anderem Lunge und Bauchspeicheldrüse. Die Krankheit ist nicht heilbar, bessere Therapien haben die Lebenserwartung jedoch erhöht. Das Screening gehört zur regulären Untersuchung von Neugeborenen. In Bayern nehmen daran rund 99 Prozent der Familien teil. Am zweiten oder dritten Lebenstag werden dem Baby wenige Tropfen Blut aus der Ferse entnommen.

Die Untersuchung ist freiwillig, die Krankenkassen übernehmen die Kosten. Deutschlandweit erkrankt statistisch etwa eines von 3300 Kindern an Mukoviszidose. Seit Anfang 2025 läuft das Verfahren schneller: Bei einem auffälligen Ergebnis informiert das zuständige Labor die Eltern unmittelbar und vermittelt sie bei Bedarf direkt an spezialisierte Ärzte.

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