Bamberg/Karlsruhe – Der Bundesgerichtshof hat eine neue Frau an der Spitze: Die Präsidentin des Oberlandesgerichts Bamberg, Karin Angerer, hat ihr Amt als Präsidentin des höchsten deutschen Straf- und Zivilgerichts angetreten. Sie folgt auf Bettina Limperg, die nach Erreichen der Altersgrenze in den Ruhestand geht.
Angerer begann ihre juristische Karriere 1993 und war unter anderem als Staatsanwältin und Richterin in München tätig. Die gebürtige Würzburgerin leitete verschiedene Referate im Justizministerium und war Vizepräsidentin des Landgerichts München II, bevor sie 2023 als Präsidentin ans OLG Bamberg wechselte.
Der Bundesrichterwahlausschuss hatte Angerer und zwölf weitere Juristinnen und Juristen im Juni zu Bundesrichterinnen und -richtern gewählt. Der Ausschuss setzt sich aus den 16 Justizministern der Länder und 16 vom Bundestag gewählten Mitgliedern zusammen. Drei Wochen später beschloss das Bundeskabinett, dass Angerer die neue BGH-Präsidentin werden soll. Sie sei eine „leistungsstarke und hochqualifizierte Führungspersönlichkeit, die sich durch herausragende juristische Fachkompetenz, einen reichen Erfahrungsschatz und großes Fingerspitzengefühl auszeichnet“, lobte sie Bayerns Justizminister Georg Eisenreich (CSU).DPA