von Redaktion

Klipp klapp, klipp klapp – Waldemar war begeistert. Er hatte ein seltsames Teil am Ufer auf einer Bank gefunden, das sich auseinanderziehen ließ. Es war ein Fächer. Agnes schnatterte begeistert: „Mir gefällt er. Sein Fächerblatt hat ein schönes Muster und die Stäbe sind durchbrochen und aus richtigem Holz“, schnatterte sie und fuhr fort: „Ich mag Fächer. Sie können auch ein modisches Accessoire sein. Früher waren Fächer für weibliche Zweibeiner sogar ein Statussymbol. Das Fächerblatt konnte fein bemalt oder bestickt sein. Manchmal waren die Stäbe handgeschnitzt.“

Ich schnatterte: „Kommen die Fächer nicht eigentlich aus Asien, wo sie auch von männlichen Zweibeinern benutzt werden?“ Agnes nickte und schnatterte: „Die Selbstverständlichkeit, mit der auch männliche Zweibeiner dort Fächer benutzen, kam in Japan den Samurai zugute. Sie erschufen einen Eisenfächer, den Tessen, der auch als Waffe benutzt werden kann. Tessen dienten den Samurai als eine verdeckte Selbstverteidigungswaffe, weil diese Fächer auch dorthin mitgenommen werden durften, wo Waffen verboten waren.“ „Sehen die Fächer in Japan nicht allgemein anders aus?“, quakte Klara. „Ja, dort sind die festen Blattfächer üblich, während man in Europa meist die klappbaren Faltfächer benutzt“, schnatterte Agnes. Sie fügte hinzu: „Es gibt aber sehr viele Fächerarten. Besonders schön finde ich die großen Federfächer mit Vogelfedern. Übrigens: In Bielefeld gibt es ein Museum für Fächer.“ Eure Paula

Artikel 10 von 11