von Redaktion

Klara und ich fanden eine Weltkarte. Neugierig betrachteten wir sie. Agnes hat uns schon oft von den Kontinenten erzählt und uns viele Weltkarten gezeigt. Erstaunt musste ich jedoch feststellen, dass diese Karte ganz anders war als alle, die ich jemals gesehen hatte. Es war darauf ein großer Umriss abgebildet, aber die Form glich keinem mir bekannten Kontinent. Kurzentschlossen falteten wir die rätselhafte Karte zusammen und flatterten zur Biberburg von Frau Dr. Berta Raspelzahn, um sie ihr zu zeigen.

„Das Gebilde, das ihr auf dieser Karte seht, zeigt nicht die Kontinente, sondern die Ozeane. Und zwar alle Ozeane der Erde als zusammenhängende Fläche, als ein großes Weltmeer“, erklärte sie. „Wir sind es gewohnt, dass bei Weltkarten immer die Erdteile im Vordergrund stehen. Drumherum und am Rand ist dann Wasser. Aber diese große Wasserfläche hängt zusammen. Wie kann man also einen nicht endenden, zusammenhängenden Ozean auf einer flachen Karte darstellen? Das ist nicht einfach, und ein Ozeanograf, also Meeresforscher, mit Namen Athelstan Frederick Spilhaus machte sich dazu viele Gedanken. Seine Spilhaus-Projektion findet überall dort Anwendung, wo es um Dinge geht, die eine ozeanübergreifende Wirkung haben, also etwa Meeresströmungen, Oberflächentemperaturen, Plattengrenzen, Erdbeben und vieles andere mehr“, schloss die Biberin. Wenn es um Wasser geht, wie es fließt und strömt, ist sie in ihrem Element.

Eure Paula

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