Rote und weiße Weintrauben an einem Weinstock. © dpa (2)
Kostprobe vor Ort: Die fränkische Weinkönigin, Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) und seine bayerische Kollegin Michaela Kaniber (CSU) zwischen den Weinreben.
Iphofen – Trotz der lang anhaltenden Trockenheit und Hitze schauen die fränkischen Winzer optimistisch auf die diesjährige Weinlese. „Die Weingenießer dürfen sich auf einen guten Jahrgang freuen“, sagte Michael Zehnder vom fränkischen Weinbauverband bei der offiziellen Eröffnung der fränkischen Weinlese in Iphofen. Für eine Einschätzung zur Erntemenge sei es aber noch zu früh. Erst Ende September will der Verband die offizielle Erntebilanz vorstellen.
Franken ist laut dem Verband mit gut 6200 Hektar Rebfläche das größte Weinanbaugebiet in Bayern. Im Schnitt werden hier jährlich rund 400.000 Hektoliter Wein erzeugt. Die Anbaufläche erstreckt sich in etwa von Bamberg bis Aschaffenburg. Rund 650 Weingüter verkaufen ihre Weine ab Hof, etwa 2800 Winzerfamilien sind in den drei fränkischen Winzergenossenschaften organisiert. Bekannt ist das Anbaugebiet vor allem für die Rebsorte Silvaner und den Bocksbeutel, in dem viele Frankenweine abgefüllt sind.
Wein sei ein Genussmittel und ein Kulturgut, sagte Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (CSU). Die Winzer in Franken würden mit harter Arbeit dazu beitragen, dieses zu erhalten. Aktuell würden sie aber unter einer Absatzkrise leiden. „Wenn wir es nicht schaffen, hier gegenzusteuern, dann wird sich unsere Landschaft im Weinland Franken ganz drastisch verändern“, betonte Kaniber.DPA