München – Katastrophen, Notfälle oder der Verteidigungsfall: Um die Menschen schnell und wirksam informieren zu können, müssen die Warnsysteme funktionieren. Deshalb heulen am kommenden Donnerstag im ganzen Land wieder die Sirenen. Handys senden Hinweistöne und Warnmeldungen erscheinen auf den Bildschirmen. So wird kontrolliert, ob alle Warn- und Meldewege funktionieren. An dem gemeinsamen Aktionstag von Bund, Ländern und Kommunen, den es seit 2020 gibt, wird erprobt, wie gut die unterschiedlichen Warnkanäle zusammenspielen. Ziel des Probealarms ist auch, die Bevölkerung aufzuklären und zu sensibilisieren.
Der Probealarm läuft ab 11 Uhr. Der Bund verschickt einen Warntext an Rundfunksender, App-Server und weitere Multiplikatoren, die an das Modulare Warnsystem des Bundes angeschlossen sind. Diese übermitteln die Probewarnung zeitversetzt an Warnkanäle wie Fernseher, Radios und Smartphones. Entwarnt werden soll gegen 11.45 Uhr.
Um die Bevölkerung im Ernstfall warnen und mit notwendigen Informationen versorgen zu können, gibt es auch in Bayern verschiedene Möglichkeiten. Warnmeldungen können neben TV und Radio auch über Sirenen, Lautsprecherdurchsagen oder digitale Informationstafeln in Städten oder an Bahnhöfen kommen. Sie werden zudem direkt auf die Handys über Cell Broadcast geschickt oder über die Warn-Apps Nina und Katwarn verbreitet. Über das Modulare Warnsystem des Bundes wird in mehreren Sprachen gewarnt, um so auch Menschen mit geringen Deutschkenntnissen zu informieren.
In Bayern gibt es mehr als 11.000 Sirenen. Ein Großteil davon wird am Donnerstag auch ertönen. Da die Teilnahme an dem Aktionstag freiwillig ist, werden wohl nicht alle Kommunen ihre Warnkanäle vor Ort testen. Das Innenministerium hat auf seiner Internetseite die drei wichtigsten Sirenensignale aufgeführt, dort können sie probegehört werdenDPA