Ein Karpfen liegt in einem Kescher. © dpa
Weisendorf – Es ist wieder Karpfenzeit im Freistaat. Bayerns Teichwirte erwarten in diesem Jahr eine Abfischmenge zwischen 4000 und 4500 Tonnen. Damit würden die Erntemengen trotz guter Erzeugungsbedingungen vergleichsweise gering ausfallen. Grund hierfür seien die Verluste durch Fressfeinde wie Fischotter.
Zum offiziellen Auftakt der Saison waren Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer und Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (beide CSU) nach Weisendorf (Landkreis Erlangen-Höchstadt) gekommen. „Unsere Karpfenteiche prägen seit Jahrhunderten ganze Landschaften und sind Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten“, sagte Rainer. Wer heimischen Karpfen auf den Teller bringe, entscheide sich für Qualität aus der Region, unterstütze Familienbetriebe und trage dazu bei, diese Tradition zu bewahren.
Kaniber dankte den rund 8000 Familienbetrieben, die etwa 40.000 Teiche bewirtschaften. Von den bundesweit 42.000 Hektar Karpfenteichen liegen laut Ministerium knapp 20.000 Hektar im Freistaat. Schwerpunkt der bayerischen Karpfenerzeugung sind Mittelfranken und die Oberpfalz. Jeweils mehr als ein Drittel der Karpfen stammt von dort – ausschließlich aus kleinen Teichen mit einer Durchschnittsgröße von 0,4 Hektar. „Das ist weltweit einzigartig“, betonte Kaniber.DPA