Rad-Sturz: Klage gegen Gemeinde

von Redaktion

Mann stirbt nach Unfall in Murnau – Witwe will Warnschild

An dieser Stelle stürzte der 60-jährige Radfahrer – mit tödlichen Folgen. © PRIVAT

Murnau – Ein tragischer Radunfall findet derzeit ein gerichtliches Nachspiel. Eine 64-jährige Witwe hat den Markt Murnau (Kreis Garmisch-Partenkirchen) wegen Verletzung der Verkehrssicherungspflicht verklagt und fordert 80.000 Euro Schadenersatz sowie die Aufstellung eines Warnschildes. Hintergrund ist der tödliche Sturz ihres Mannes.

Das Ehepaar befand sich 2022 auf einer 16-tägigen Radreise und wollte vom Murnauer Ortsteil Berggeist zum Staffelsee-Ufer fahren. Dabei stürzte der 60-jährige Ehemann so unglücklich von einer schmalen Brücke, dass er sich trotz Helms schwere Kopfverletzungen zuzog. Er starb wenige Tage später in der Unfallklinik Murnau.

Damit so ein Unglück nicht noch einmal passiert, entschloss sich die Witwe zu der Klage. „Ich möchte ein weiteres linksseitiges Geländer oder ein Schild, dass Radfahrer schieben müssen“, sagte sie bei der Verhandlung vor dem Landgericht München II. „Ich habe keine Ortskenntnisse, ich wäre abgestiegen, aber mein Mann war ein sicherer Radfahrer. Er hat sich das zugetraut“, sagte die 64-Jährige im Prozess. Vermutlich wird die Witwe aber mit ihrer Klage scheitern. Der Weg ist nämlich nicht als Radweg gekennzeichnet. Deshalb brauche es auch kein Schild, sagte die Richterin. Ein Urteil soll im November fallen.ANGELA WALSER

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