Wahl zum „Vogel des Jahres“ beginnt

von Redaktion

Diese fünf Kandidaten kämpfen um den Titel – bis zum 15. Oktober kann abgestimmt werden

Die Wasseramsel. © Derer/Nabu

Der Trauerschnäpper.

Die Mehlschwalbe.

Der Kranich.

Der Kolkrabe. © dpa (4)

Hilpoltstein – Kolkrabe, Kranich, Mehlschwalbe, Trauerschnäpper oder Wasseramsel – welcher gefiederter Kandidat wird „Vogel des Jahres“? Ab jetzt können Vogelfans wieder im Internet für ihren favorisierten Kandidaten stimmen. Dem Sieger winkt vor allem Aufmerksamkeit – auch für seinen Schutz.

Bis zum 15. Oktober um 11 Uhr sind die virtuellen Wahllokale geöffnet (www.vogeldesjahres.de). Noch am selben Tag wollen Naturschutzbund Deutschland (Nabu) und der Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern (LBV) den Sieger verkünden. Sie küren den „Vogel des Jahres“ bereits seit mehr als 50 Jahren. Seit 2021 darf die Bevölkerung ihn wählen – allerdings treffen die Naturschutzverbände immer eine Vorauswahl von fünf Vögeln. Dabei steht jeder für ein wichtiges Naturschutzthema, auf das diese das Augenmerk richten wollen.

Ein Überblick, über alle Kandidaten: Der Kolkrabe taucht in vielen Märchen und Mythen als Götterbote oder Vermittler zwischen den Welten auf. Aber auch als Unglücksbringer und Schädling. Noch heute wird er deshalb geschossen oder vergiftet. Sein Markenzeichen ist sein schwarz glänzendes Gefieder, der dicke Schnabel und seine Größe, die der eines Bussards entspricht. Er ist der größte Singvogel der Welt. Männchen und Weibchen sind dabei kaum zu unterscheiden, die Paare bleiben lebenslang zusammen. Der Kranich ist für seine lauten Trompetenrufe bekannt. Seine eleganten Balztänze im Frühjahr und sein Zug in großen Keilformationen im Herbst sind Naturschauspiele, die jedes Jahr viele Menschen faszinieren. Mit bis zu 116 Zentimetern Körperhöhe ist er größer als ein Weißstorch. Für die Rast und seine Brut sind Feuchtgebiete unverzichtbar.

Die Mehlschwalbe hat gleich zwei Probleme: Wegen des Insektenschwunds findet sie immer weniger Nahrung. Zudem werden ihre Nistplätze an Gebäuden oft entfernt. Die Rote Liste stuft den schwarz-weißen Vogel als gefährdet ein.

Der Trauerschnäpper ist ein wahrer Luftakrobat: Sein Futter fängt er oft im Flug. Der Insektenschwund setzt ihm jedoch ebenfalls zu. Auch er gilt als gefährdet.

Die Wasseramsel ist ein wahres Multitalent: Sie kann tauchen, schwimmen und sogar unter Wasser laufen. Ihr braunes Gefieder ist sehr dicht und damit gut an die Lebensweise am Wasser angepasst. DPA

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