Ein Retter der Bergwacht in Kreuth. © Bergwacht
Kreuth/Kochel – Ein Wanderer hat am Dienstag am Reitstein bei Kreuth (Kreis Miesbach) komplett die Orientierung verloren und musste gerettet werden. Die Bergwacht hatte mit zwei Hubschraubern nach dem 58-Jährigen aus München gesucht. Er hatte gegen 19.30 Uhr seine Ehefrau angerufen, ihr seinen Standort mitgeteilt und ihr gesagt, dass er nicht mehr weiterkomme. Anschließend war er nicht mehr erreichbar – deshalb setzte die Frau einen Notruf ab. Die Einsatzkräfte konnten sein Mobiltelefon orten, er befand sich in schwer zugänglichem Gelände. Wegen der einsetzenden Dunkelheit blieb den Rettungskräften nicht viel Zeit – außerdem war ein Gewitter angekündigt, sodass die Suche schnell ablaufen musste.
Der Rettungshubschrauber flog zwei Kräfte der Bergwacht auf den Reitstein. Dort suchten sie das Wegenetz zu Fuß ab. Ein weiterer Hubschrauber suchte aus der Luft nach dem Vermissten. Auch Drohnen waren im Einsatz. Die Frau des Mannes wurde währenddessen vom Kriseninterventionsteam betreut und an den Tegernsee gebracht. Noch bevor das Gewitter einsetze, fanden die Rettungskräfte den Wanderer. Er war unverletzt und wurde ins Tal gebracht.
Auch in Kochel am See (Kreis Bad Tölz-Wolfratshausen) ist ein Wanderer in Not geraten – für ihn ging es jedoch nicht so glimpflich aus. Der 35-Jährige war am Dienstagnachmittag mit seinen beiden Hunden beim Wandern und hatte den Weg verlassen. Oberhalb eines sehr steilen Grashanges stürzte er im felsigen Gelände rund 80 Meter in die Tiefe und blieb schwer verletzt in einem Bachbett liegen. Die Angehörigen des Mannes meldeten ihn am Abend vermisst. Bei einer großen Suchaktion wurde er gefunden und mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht. Die Hunde des Mannes sind verschwunden.GAB/DPA