von Redaktion

Klara war schlecht gelaunt. Der Wind fegte über unseren See, die ersten Blätter fielen von den Bäumen und morgens war es plötzlich so kalt, dass Klara ihre Flügel ganz eng an den Körper drückte. „Ich mag das nicht“, schnatterte sie und beobachtete ein braunes Blatt, das vor ihren Füßen landete. „Gerade war doch noch Sommer und jetzt wird alles kalt und dunkel.“ „Das nennt man Herbst“, schnatterte Agnes zwinkernd. „Ich weiß, wie das heißt“, quakte Klara beleidigt. „Ich finde es trotzdem doof.“

Ihre Lieblingsjahreszeit sei der Frühling, quakte sie. Dann würden die ersten Blumen blühen und jeden Tag könne man etwas Neues entdecken. Agnes dagegen mochte den Sommer am liebsten. „Dann seid ihr eben beide Schönwetterenten“, krächzte Ulrich von seinem Ast. Natürlich war ausgerechnet der Herbst seine Lieblingsjahreszeit. Als Waldkauz gefiel es ihm, dass es wieder früher dunkel wurde.

„Und du, Paula?“, quakte Klara fragend. Ich musste nicht lange überlegen. „Winter!“ Ich liebe es, wenn der erste Schnee fällt und alles rund um den See plötzlich ganz still aussieht. Und natürlich die Weihnachtszeit. Nur Waldemar hatte sich noch nicht entschieden. „Wann gibt es am meisten zu essen?“ Agnes seufzte. „Das ist keine Jahreszeit.“ „Dann muss ich noch darüber nachdenken“, brummte er. Klara war noch nicht überzeugt. Agnes erklärte, dass der Wechsel der Jahreszeiten zur Natur gehöre. Pflanzen und Tiere hätten sich an diesen Rhythmus angepasst.

Eure Paula

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