Agnes schnatterte: „Viele Zweibeiner meinen, dass manche Vornamen gut zu einer Person passen oder sogar etwas über deren Charakter aussagen.“ „A ha“, quakte ich ungläubig, „ein Anton ist freundlich und eine Emma klug, oder wie?“ Agnes schüttelte den Kopf. „Nein, so einfach ist das natürlich nicht. Der Vorname bestimmt nicht den Charakter. Ein Name kann aber beeinflussen, wie andere Menschen eine Person wahrnehmen.“
„Warum ist das so?“, wollte ich wissen. Agnes erklärte, dass Vornamen bei Zweibeinern bestimmte Vorstellungen und Erwartungen auslösen. Wenn jemand einen alten oder traditionellen Namen trägt, verbinden manche Menschen damit Eigenschaften wie Zuverlässigkeit. Bei einem modernen oder ungewöhnlichen Namen denken sie vielleicht eher an eine kreative Person. „Woher kommen diese Vorstellungen?“, fragte Klara. Agnes schnatterte: „Wenn jemand beispielsweise einen netten Paul kennt, kann er den Namen Paul automatisch mit positiven Eigenschaften verbinden. Hat er dagegen schlechte Erfahrungen mit einem Paul gemacht, kann es genau andersherum sein.“
„Das heißt, wenn ich einen Vornamen höre, stelle ich mir vielleicht schon eine bestimmte Person vor, obwohl ich sie noch gar nicht kenne?“, quakte Klara. Und ich ergänzte empört: „Ich finde das aber ziemlich ungerecht, wenn jemand wegen seines Namens sofort in eine Schublade gesteckt wird.“ Agnes nickte. „Das kann tatsächlich problematisch sein.“
Eure Paula