Skigebiete mit Sommerbetrieb

von Redaktion

Skifahren im Sommer ist ein Auslaufmodell. Aufgelistet wurden vor 20 Jahren als Ganzjahresskigebiete neben Hintertux noch Stubaier Gletscher, Sölden, Kitzsteinhorn, Dachsteingletscher, das italienische Schnalstal, Lac-de-Tignes (Frankreich). Geblieben ist nur Hintertux.

Die anderen setzen ihren Betrieb in den Sommermonaten aus, manche beenden die Saison wie die regulären Skigebiete schon Ende April oder geben allenfalls eine Woche Zugabe bis zum ersten Mai-Wochenende (etwa der Corvatsch in St. Moritz oder Sölden). Dazugekommen ist der Mölltaler Gletscher in Kärnten, der derzeit geöffnet hat – die österreichische Nationalmannschaft trainiert dort, ihr Star Marcel Hirscher hat sich dabei das Sprunggelenk gebrochen.

Der höchste Punkt in Hintertux: 3250 Meter. In Zermatt rund ums Matterhorn (3800) und Saas Fee (3600) geht es noch weiter hinauf – in Zermatt gibt es sogar Sauerstoffgeräte an der Gipfelstation, denn die Luft ist extrem dünn. Hintertux bietet im Sommer 20 Kilometer Piste (ganzes Skigebiet: 60), Zermatt hat 14 Kilometer offen (von im Winter 360), Saas Fee 18 (von 100).

Das größte Sommerskigebiet ist das Stilfser Joch in Italien mit 30 Pistenkilometern zwischen 2750 und 3400 Metern Höhe. Geöffnet ist es nur von Anfang Juni bis September. Im Winter ist es wegen der Straßensperre gar nicht zugänglich. Diesen Sommer leidet auch das Stilfser Joch unter der Wärme – wie die Webkameras zeigen. Einziges deutsches Gletscherskigebiet ist das Zugspitzplatt. Vor 25 Jahren noch konnte man dort von Allerheiligen bis Pfingsten fahren, mittlerweile ist die Saison viel kürzer. Beginn je nach Schneelage (wurde auch schon Weihnachten), Ende im April. Wo derzeit die Skistars zugange sind? Weit weg. In Chile oder Neuseeland. Dort ist gerade Winter. Ein schneereicher.  gük

Artikel 2 von 4