Das Label in drei Worten? Gründer Christoph Forstner beschreibt es so: „Bayerisch, authentisch, jung.“ Dann mogelt er noch schnell hinterher: „Und frech und farbig. Wir machen einfach fesche Fashion von dahoam.“ Hätte er sich vor sieben Jahren in der Berufsschule nicht schrecklich gelangweilt, wäre es dazu wohl nie gekommen.
Forstner kritzelte auf seinem Block, unter anderem einen Hut, darunter schrieb er: „Die mitm Huat san guat“. So begeistert von seinem ersten Design war er, dass er es unbedingt seinem Sitznachbarn zeigen musste. Der antwortete genervt: „Druck’s dir von mir aus auf ein Shirt, aber lass mir meine Ruhe.“ Das Shirt wurde gedruckt, die Klassenkameraden und sogar die Lehrerin wollten bald auch welche, es folgten weitere Motive, gedruckt bei einer Onlinedruckerei, designt in Microsoft Paint. „Wahrscheinlich hat meine Schwester da gespürt, dass ich Hilfe brauchen könnte“, sagt Forstner und lacht. Laura, gelernte Mediengestalterin, übernimmt von da an das Design der Shirts. Heute haben die beiden mit gerade einmal 25 und 23 Jahren neben ihrem Studium ein eigenes Modelabel.
Am Anfang, erzählt Christoph Forstner, habe er oft zu hören bekommen, er solle lieber „was Gescheites“ machen. Aber vor circa zwei Jahren, da habe man schon spüren können, dass das was Gescheites ist mit der Mode. „Auch wenn uns natürlich bewusst ist, dass das eine schnelllebige Branche ist.“ Junge Bayern zwischen 17 und 27 auf der Suche nach Mode für Bar und Biergarten, das ist die Zielgruppe der Geschwister. Designvorbilder haben sie dabei keine, sagt Forstner. „Klar, wir schauen uns schon andere Modelabels und Blogs an. Aber wir versuchen, aktuelle Trends dann cooler und bayerischer zu machen.“ Dabei kommen dann Drucke heraus wie „Freindlich sei is a Lifestyle“. Ein Motto, das man ja durchaus nicht nur im Biergarten beherzigen kann.
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