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von Redaktion

Personalnot: Der Zustand der Region

München – Er hatte gerade einen Pfarrverband übernommen, in dem es lange eine Vakanz gab – dann musste Josef Fegg selbst aushelfen: Der Pfarrer aus Rottenbuch (Kreis Weilheim-Schongau) übernahm nicht nur seine erste Pfarrstelle mit vier Pfarreien. Drei Monate nach seiner Einführung sprang er auch bei den Nachbarn im Pfarrverband Peiting-Hohenpeißenberg ein. Für die offene Stelle als leitender Priester gab es dort lange keine Bewerber.

Dass kleine Pfarreien zusammengelegt und von einem leitenden Priester betreut werden, der wiederum Hilfe von Pfarrvikaren und Diakonen erhält, ist üblich. Es gibt aber auch zahlreiche Beispiele für Mehrbelastung: Pfarrer Mario Friedl betreut die Gemeinden Königsdorf und Eurasburg (Kreis Bad Tölz-Wolfratshausen), der Pfarrverband Schäftlarn (Kreis München) deckt auch die Gemeinden Baierbrunn und Icking (Kreis Bad Tölz-Wolfratshausen) ab, und im Kreis Erding ist Wartenbergs Pfarrer Georg Bartkowski für die Gläubigen in Reichenkirchen mit zuständig. Ähnlich ist es in Miesbach: Hier gibt es keinen leitenden Geistlichen, Haushams Pfarrer Michael Mannhardt betreut die Pfarrei mitthilfe eines Diakons. Und in Unterschleißheim herrscht Personalnot. Dort gibt es zwei Pfarreien, in einer wurde der Pfarrvikar von der Diözese entpflichtet – vor der anstehenden Zusammenlegung von St. Ulrich und St. Korbinian ein großes Problem.

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