Fünf Fakten Zu „Irma“

von Redaktion

1. Ein Sturm so groß wie Deutschland

„Irma“ ist einer der schnellsten tropischen Wirbelstürme, die je gemessen wurden – und einer der größten. Mit einem Durchmesser von fast 700 Kilometern entspricht der Hurrikan etwa der Strecke von Hamburg nach München. Das Auge des Sturms hat einen Durchmesser von 37 Kilometern – das wäre einmal die Größe von Berlin.

„Irmas“ Reise durch die Karibik hat bereits vor zwei Wochen begonnen. Der Hurrikan hat seinen Ursprung in einer tropischen Welle vor Westafrika und machte sich am 26. August auf den Weg. Vier Tage später, am 30. August, wurde „Irma“ zum Tropensturm erklärt.

24 Kilometer pro Stunde legte „Irma“ auf ihrem Weg nach Florida zurück. Das klingt nicht schnell – im Inneren des Sturms herrschten aber gleichzeitig in der Spitze Windgeschwindigkeiten von rund 300 Stundenkilometern. Der Grund: „Irma“ hat mit 914 Hektopascal einen sehr niedrigen Luftdruck in ihrem Inneren. Normal wäre für Miami ein Luftdruck von 1013 Hektopascal. Das Gefälle zwischen dem Normwert und dem Wert im Auge des Sturms erzeugt die immensen Windgeschwindigkeiten.

In der Geschichte der Wirbelstürme über den USA waren nur vier andere Stürme so schnell wie „Irma“: der Labor-Day-Hurrikan (1935), Hurrikan Allen (1980), Hurrikan Gilbert (1988) und Hurrikan Wilma (2005). Zum Vergleich: Hurrikan Katrina erreichte im Jahr 2005 280 Stundenkilometer.

Kategorie fünf in der Saffir-Simpson-Skala erhält ein Sturm dann, wenn er Windgeschwindigkeiten von mindestens 252 Kilometern pro Stunde erreicht. „Irma“ war 65 Stunden lang ein Hurrikan der Stufe fünf – länger war nur Sturm Allen mit 72 Stunden in der höchstmöglichen Stufe eingeordnet. Seit Freitag wurde sie stetig herabgestuft, gestern auf Stufe eins. kb

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