Pressestimmen zur Wahl

von Redaktion

Das Ergebnis der Bundestagswahl hat ein heftiges Medienecho im In- und Ausland ausgelöst. Hier eine Auswahl der wichtigsten Medien:

„Die Union dürfte nach rechts rücken, um die AfD nicht noch stärker werden zu lassen, die FDP ist es bereits. Da bieten sich neue Räume für die Sozialdemokratie an. Gleichzeitig kann sie sich überlegen, ob sie mit der Linken und den Grünen einen mehrheitsfähigen Gegenentwurf zur nächsten Regierung aufstellt. Da würde die SPD dann in eine neue Rolle schlüpfen: in die der Anführerin. Das sollte eine reizende Herausforderung sein.“

Der Tagesspiegel, Berlin

„Die Schwäche der SPD ist keine Personalfrage. Die Schwäche der SPD liegt darin, dass sie – zumal als Juniorpartner in einer Großen Koalition – keinen glaubwürdigen Gegenentwurf zur CDU bieten kann.“

Stuttgarter Zeitung

„Die Grünen können mit dem Ergebnis zwar nicht glücklich sein, aber sie können an dem Ergebnis doch eines ablesen: Ihre Wählerschaft hat offensichtlich weniger Schwierigkeiten als ein großer Teil ihrer Funktionäre damit, wenn sich die Grünen in Richtung Mitte orientieren. Und womöglich wären sie erfolgreicher, wenn sie mehr auf ihre Pragmatiker aus Baden-Württemberg, Hessen und Schleswig-Holstein hören würden.“

FAZ

„Der Einzug der AfD als drittstärkste Kraft in den Bundestag ist ein historischer Rückschritt für die deutsche Gesellschaft: Bitter für die demokratische Kultur; ein Schlag gegen den Artikel 1 Grundgesetz, der die Würde aller Menschen schützt, auch der Flüchtlinge. Gewiss: Die große Mehrheit der Wähler steht anderswo, hat nicht AfD gewählt. Gleichwohl sind die vielen AfD-Stimmen eine Niederlage für die Zivilität des Gemeinwesens.“ SZ

„Das weckt böse Erinnerungen! Eine Partei, die sich gegen den Islam und Einwanderung stellt, zieht in den Bundestag ein.“

Jediot Acharonot, Jerusalem

„AfD wird zum Wahlsieger! Sie sind stolz auf Nazis und werden den Bundestag verändern.“

Haaretz, Tel Aviv

„Anti-Immigranten-Partei spuckt Merkel in die Suppe!“

Wall Street Journal

„Über diese Wahl wird man in Deutschland noch lange sprechen. Eine rechtsextreme Partei schafft es nach vielen Jahrzehnten wieder ins deutsche Parlament.“

New York Times

„Klare Absage an Merkels Kuschelpolitik! Der Einzug von FDP und AfD in den Bundestag ist ein Weckruf für Merkels Union. Die Wähler wollen sich nicht weiter von großkoalitionärer Kuschelpolitik einschläfern lassen.“

Neue Zürcher Zeitung

„Die Rechtsextremen marschieren in den Bundestag.“ Le Monde, Paris

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