Christian Kern, Bundeskanzler (SPÖ): „Es tut mir leid, dass wir Fehler gemacht haben. Es war nicht einfach. Wir hatten extremen Gegenwind. Es gibt einen massiven Rechtsruck im Land. Die Medien kann man nicht ausnehmen davon. Wir werden schauen, was die nächsten Schritte sind. Wir wollen Verantwortung übernehmen. Der Ball liegt beim Bundespräsidenten und dann beim ÖVP-Obmann. Ich habe gesagt, ich bleibe zehn Jahre in der Politik.“
Sebastian Kurz, ÖVP-Spitzenkandidat: „Wir sind am Anfang belächelt worden. Jetzt haben wir es geschafft. Das ist unsere Chance für echte Veränderung in diesem Land. Ich nehme die Verantwortung mit großer Demut an.“
Heinz-Christian Strache, Bundesparteiobmann der FPÖ: „Dieser wunderschöne Sonntag! Heute ist der Wunsch der Bevölkerung nach Veränderung sichtbar geworden. Wir sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen.“
Johanna Mikl-Leitner, Landeshauptfrau Niederösterreich (ÖVP): „Das Miteinander und nicht das Gegeneinander ist für die Menschen wichtig. Das ist uns jetzt klar geworden durch diesen Wahlkampf.“
Michael Häupl, Wiener Bürgermeister und SPÖ-Macht hinter den Kulissen: „Eine Koalition aus SPÖ und FPÖ wird es nicht geben.“
Norbert Hofer, FPÖ: „Es ist ein Zeichen der Demokratie, dass wir ein so gutes Resultat haben.“
Ulrike Lunacek, Grünen-Spitzenkandidatin: „Es ist eine schmerzliche Niederlage, ein bitteres Debakel. Es bräuchte uns im Nationalrat als starke, pro-europäische Opposition. Vor allem, wenn es Schwarz-Blau geben wird, also einen Rechtsruck.“
Peter Pilz („Liste Pilz“, Ex-Grünen-Parlamentarier, Austritt 2017): „Ja, das war es wert. Auf jeden Fall. Wir werden der neuen Regierung vom ersten Tag an auf die Finger schauen, wenn freiheitliche Minister auftreten.“
Dieter Janecek, deutscher Grüner: „Österreich hätte ich ein Stück mehr Niedersachsen gewünscht.“
Manfred Weber, CSU-Vize: „Die ÖVP ist wieder da. Es braucht einen Aufbruch für Österreich. Das ist ein klarer Auftrag an Sebastian Kurz, eine stabile Regierung zu bilden. Er hat mit der ÖVP verhindert, dass die FPÖ die stärkste Kraft wird. Für Europa ist das ein gutes Signal.“
Alexander Dobrindt, Bundesminister (CSU): „Mit Sebastian Kurz haben wir einen neuen Partner bei allen Fragen der Migration auf europäischer Ebene. Es wird zukünftig einen sehr intensiven Austausch zwischen Bayern und Österreich geben.“
Jean Asselborn, Luxemburgs Außenminister: „Die rechte FPÖ hat sich im Wahlkampf so zahm wie noch nie gegeben. Und wenn man zahm ist, ist man vernünftig. Wenn die FPÖ in die Regierung kommt, kann sie zeigen, dass sie nicht auf einer Linie mit der AfD ist.“
Judith Grohmann/cd/dpa