1. Eine schöne Herbst-Wanderung
„Herrlich abwechslungsreich und eine großartige Aussicht.“ So beschreibt der Alpenverein die Tour vom Sylvenstein im Kreis Bad Tölz-Wolfratshausen auf die Hochalm. Die leichte Wanderung dauert knapp vier Stunden und beginnt am Wanderparkplatz östlich des Sylvensteinspeichers. Von dort geht es der Beschilderung nach an der Höllei Alm vorbei auf die Hochalm – die Tour ist bei ausbleibendem Schnee bis Ende November/Anfang Dezember machbar.
2. In Mode: Die Herbstfarbe 2017
Es gibt sie, auch in diesem Jahr – die neue Trendfarbe für den Herbst. Sie heißt: Beere. Alle Arten von Beeren, um genau zu sein. Beerentöne sind heuer der Renner, sagt Marion Schug vom Modehaus Schug in Ebersberg. Das sind Farben von Nude (dezenter Hautton) bis Bordeaux (leichtes Violett übergehend ins kräftige Rot). Herbstfarben haben vor allem zwei Aufgaben. Erstens: Sie sollen Lockerheit und neue Farbe in die Mode bringen. Zweitens: Sie müssen gut zu Kleidungsstücken passen, die grau und schwarz sind. „Schwarz und grau sind immer aktuell“, sagt Schug. Am besten als Strickkleid, die gehen im Herbst auch immer.
3. Gschmackig: Unser Herbst-Rezept
Herbsttage sind Kürbistage. In den Restaurantküchen wird experimentiert, so wie im Wirtshaus in der Au in München. Küchenchef Tobias Bosch hat extra ein Herbstgericht kreiert: Kürbis-Curry-Knödel. Und er verrät sein Knödelgeheimnis: Sie brauchen je 200 Gramm Quark, Toastbrot und Knödelbrot, 240 Gramm Muskatkürbis, zwei bis drei Eier, 50 Gramm Karotten, 80 Milliliter Milch, 80 Gramm Wiener Grießler, Zwiebelwürfel, Salz, Pfeffer, Muskat und Curry. Das Weißbrot würfeln, die Hälfte in 100 Gramm Butter goldgelb anrösten. Die Zwiebelwürfel in Butter anschwitzen. Die Milch leicht erwärmen. Alle Zutaten in eine Schüssel geben und zu einem feinen Teig verarbeiten. Kürbiswürfel zugeben, formen, in Wasser kochen. Dazu gibt’s in der Wirtschaft in der Au ein feines Entenragout.
4. Selbst gemacht: Unser Bastel-Tipp
Sie marschieren Ende September das erste Mal auf, sie haben Zahnstocher- oder Zündhölzerbeine und braune Körper: die Kastanienmänner. Oft werden sie von Pferden oder Fantasietieren flankiert, besetzen Küchentische und Regale. Sie sind der absolute Bastelrenner der Kinder im Herbst, bestätigt Steffi Steinert vom Bastelladen „Kunst und Spiel“ in München. Um die Figuren zu basteln, kaufen viele Kastanienbohrer, mit denen die Kastanien durchlöchert werden, um sie dann mit Hölzern zusammenzustecken. Rund 400 Stück der Bohrer sind in zwei Wochen über die Ladentheke gegangen.
5. Ein Prosit auf den Herbst
Der Traubenmost ist das typische Herbstgetränk. In Deutschland ist er als Federweißer oder Federroter bekannt. Anders in Österreich, wie Julia Schiller von der Münchner Weinhandlung Weinhof Österreich sagt. „Sturm“ heißt der gegorene Traubensaft dort. Tipp der Weinexpertin: Den Most direkt beim Winzer abholen und selber abfüllen. Lange haltbar ist das Getränk nicht. Es sollte zügig verbraucht werden. Aber nicht nur Most wird im Herbst getrunken, auch Rotweine kaufen die Kunden wieder mehr als im Sommer. Ein Zweigelt, sagt die Expertin, mache sich zum Beispiel sehr gut zu Herbstgerichten wie Wild, Kürbis oder Pilze.
6. Der beste Tipp für Ihren Garten
Rainer Engler von der Blumenschule Schongau sagt, der Mensch sollte die Natur eigentlich viel mehr in Ruhe lassen, auch im Herbst. Laub wegzuräumen sei nicht der beste Weg, es dient vielen kleinen Tieren als Nahrung oder zum Überwintern. Was Hobbygärtner auf jeden Fall machen sollten, ist, sommerblühende Blumenzwiebeln auszugraben und im Keller vor Frost schützen. Typisch seien Gladiolen und Dahlien, sagt Engler. Wichtig ist es, die Zwiebeln beim Ausstechen nicht zu verletzen und in einem Topf mit Erdreich, Torf oder Holzspäne zu setzen, damit sie feucht bleiben. Den Vorgang nennt der Botaniker übrigens „Einschlagen“.
7. Herbstfreuden im Einmachglas
Schönes lässt sich haltbar machen: Isabella Dittrich aus dem Oberhausener Ortsteil Berg im Kreis Weilheim-Schongau hat ein wunderbares Rezept für einen Kürbis-Aufstrich: Sie brauchen ein Kilo Kürbis (Hokkaido oder Butternut), 500 Milliliter Orangensaft und ein Kilo Gelierzucker 2:1. Raspeln Sie den Kürbis ohne Schale und kochen ihn mit dem Orangensaft 10 bis 15 Minuten weich. Mit Gelierzucker mischen und drei Minuten sprudelnd kochen. Dann alles mit dem Pürierstab mixen und in sterilisierte Gläser füllen. Gläser verschließen, auf den Deckel stellen und nach fünf Minuten wieder umdrehen. Fertig! Dazu passt das selbst gebackene Bauernbrot, das die Dittrichs neben Aufstrichen, frischen Eiern und Eiernudeln in ihrem Hofladen verkaufen.
www.dittrichs-hofladen.de
8. Das perfekte Buch für den Herbst
Auch solche Tage gibt es im Herbst: Regen, Wind, der einem die Blätter an die Backe weht. Zum Glück gibt es solche Tage – dann ist Zeit für ein Herbstbuch auf der Couch. Aber welches? „Meine Entdeckung ist das Buch ,Ehemänner‘ von Jami Attenberg“, sagt Jutta Ederer, Filialleiterin von Bücher Pustet in Freising. Und darum geht’s: Eine New Yorkerin kümmert sich hingebungsvoll um ihren Mann, der im Koma liegt. Ihr eigenes Leben vergisst sie. Doch dann lernt sie im Waschsalon drei verheiratete Männer kennen. „Es ist eine kluge, charmante Geschichte über die Liebe“, sagt Jutta Ederer. Kurzum: das perfekte Schmuddelwetter-Buch (24 Euro, 328 Seiten, Schöffling Verlag).
9. Toller Zeitvertreib: ein Nähkurs
Selbst gemacht ist immer schöner, warum also nicht auch bei Kissen, Kleidung oder Taschen? Wer an der Nähmaschine noch kein Profi ist, kann es bei Claire und Monika werden: In ihrem Münchner Atelier „Louloute“ verkaufen die beiden jungen Frauen nicht nur ihre eigenen Kollektionen, Nähkits und Fachbücher, die sie übers Nähen geschrieben haben – sie zeigen auch bei Kursen, wie man mit wenig Aufwand und hübschen Stoffen etwas Wunderschönes schaffen kann. Bei Tee und Kuchen sind die Nähkurse für Anfänger, Kenner oder Profis mit einem eigenen Projekt wie dem Wunschkleid oder einem Dirndl besonders gemütlich. Preise: von 50 bis 130 Euro.
www.louloute.de
10. Gut gepflegt in die kalte Jahreszeit
Draußen kalt, drinnen Heizungsluft: Unsere Haut macht in der kalten Jahreszeit eine Menge mit. „Um die natürliche Schutzfunktion der Haut zu unterstützen, braucht es reichhaltige Cremes mit nährenden Ölen“, sagt Apotheker Stefan Schultes. In seiner Apotheke in Altomünster stellt Schultes nach einem alten Rezept des Großvaters Abhilfe her: die Weihrauchsalbe, die wohltuend und duftend den natürlichen Hautschutz unterstützt. Preis: 14,50 Euro.
www.weihrauchsalbe.de