Das sind die Reaktionen auf das Urteil

von Redaktion

Bundesfamilienministerin Katarina Barley (SPD) hat die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts begrüßt: „Es verletzt das allgemeine Persönlichkeitsrecht von Menschen, die weder männlich noch weiblich sind, wenn ihr Geschlechtseintrag offen bleibt.“ Die neue Bundesregierung müsse die Umsetzung des Urteils zügig angehen.

Das Bundesinnenministerium kündigte an, das Urteil zu respektieren und umzusetzen. Bei der Gestaltung gebe es gewissen Spielraum, sagte ein Sprecher.

Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes würdigte die Entscheidung des Verfassungsgerichts als „historisch“ und mahnte eine umfassende Reform des Personenstandsrechts an.

Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter sieht im Urteil „einen großen Fortschritt in Richtung Freiheit“. Für ein „so modernes Bundesverfassungsgericht“ könne man dankbar sein.

Die frühere Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) erklärte, auf Karlsruhe sei „wie so häufig Verlass. Das Gericht ist dem Gesetzgeber einmal mehr voraus.“

Maja Liebing von der Menschenrechtsorganisation Amnesty International sagte, der Beschluss „wird die Akzeptanz geschlechtlicher Vielfalt in der Gesellschaft hoffentlich steigern“.

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