Das Telefon der Rekorde

Erfolgreichstes Produkt aller Zeiten

von Redaktion

Eigentlich sollte das iPhone ein iPad werden. Die Entwicklung startete 2004, als Apple-Gründer Steve Jobs den Startschuss für „Project Purple“ gab, für ein völlig neuartiges Tablet mit Bedienung per Fingergesten. All die unerprobte Technik in ein winziges Telefon zu packen, diese Idee erschien sogar Apple zu verwegen – daher lieber das größere Tablet.

1000 Mitarbeiter arbeiteten an dem Projekt, doch mittendrin steuerte der Apple-Chef um. Er wollte nun doch ein Handy auf den Markt bringen. Die Entwicklung des iPhones kostete nur 150 Millionen Dollar – für heutige Verhältnisse ein fast lachhaft geringer Betrag. Mittlerweile ist das iPhone mit 1,2 Milliarden verkauften Exemplaren das erfolgreichste industriell hergestellte Produkt, das es je gab – von Nahrungsmitteln abgesehen. Zum Vergleich: Der Toyota Corolla als meistverkauftes Auto kommt auf 43 Millionen Stück, die Harry-Potter-Reihe als erfolgreichstes Buch auf 480 Millionen.

Doch auch der iPhone-Erfolg hat seine Grenzen. Gegenüber Googles Android-Smartphones, die es bereits ab 80 Euro gibt, sind Apples teure Handys (bis zu 1319 Euro fürs neue iPhone X) beim Absatz nur mehr Außenseiter.

In Deutschland liegt Android mittlerweile bei rund 80 Prozent Marktanteil. Und dennoch ist Apple der große Sieger. Denn es streicht mit dem hochprofitablen iPhone über 90 Prozent des Gewinns ein, den die Smartphone-Branche weltweit macht. Das iPhone ist der Hauptgrund dafür, dass Apple gute Chancen hat, an der Börse bald das erste Unternehmen der Geschichte mit einem Firmenwert von einer Billion Dollar zu werden.

Das Ur-iPhone von 2007, das noch keinen Namenszusatz trug, wird heute von Sammlern händeringend gesucht. Das wichtigste Kürzel lautet dabei „BNIB“ („Brand New In Box“), also unausgepackte Geräte in der Originalverpackung. Solche Sammlerstücke erzielen Preise von bis zu 15 000 Dollar (12 900 Euro). Ausgepackt, aber in Topzustand, sind bei Ebay immer noch 2000 Euro drin.  jh

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