Wegbegleiter von damals

von Redaktion

Michael Stich (49)

Ist dem Tennis als Veranstalter des Traditionsturniers am Hamburger Rothenbaum treu geblieben. Kommendes Jahr läuft der Vertrag aus, zum Ärger Stichs, der das Turnier wiederbelebt hatte. Der Wimbledonsieger von 1991, als er im Finale Becker bezwang, betreibt in Hamburg mit zwei Ärzten eine Rückenschule.

Ist wie kaum ein anderer über Jahrzehnte der Branche treu geblieben. Es gibt kein Großturnier, bei dem der Amerikaner nicht als Kommentator auftritt. Seine Wortbeiträge sind gefürchtet. Zuletzt legte er sich mit der damals hochschwangeren Serena Williams an, der er bescheinigte, in der Männer-Weltrangliste „bestenfalls die Nummer 700“ zu erreichen.

Trat zuletzt im Juli öffentlich in Erscheinung, als er in der Spielerbox von Roger Federer den Wimbledonsieg des Schweizers verfolgte. Zu diesem Zeitpunkt war der Schwede längst Federers Ex-Coach. Er lebt mit seiner Familie auf einem Bauernhof in der Nähe von Växjö.

Hat es geschafft, fast vollständig aus der Öffentlichkeit zu verschwinden. Führte mit seiner Ehefrau Steffi Graf, mit der er zwei Kinder hat, ein zurückgezogenes Leben. 2009 überraschte der Amerikaner in seiner Biografie mit dem Geständnis, er habe Tennis immer gehasst. Trotzdem übernahm er im vergangenen Sommer das Traineramt bei Novak Djokovic. Sein Vorgänger war Boris Becker.

Der Amerikaner mit tschechischen Wurzeln beendete 1994 seine Karriere, wurde Vater von fünf Töchtern und verabschiedete sich für fast zwei Jahrzehnte ins Privatleben. 2012 meldete er sich als Trainer des Briten Andy Murray zurück und führte ihn an die Spitze der Weltrangliste. Am Wochenende gaben die beiden ihre Trennung bekannt.

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