Die Sprache des Krieges

von Redaktion

Tschako

Das Militär hat seit jeher seine eigene Sprache. Einige der Ausdrücke, die im Glossar von Immanuel Voigts Bildband auftauchen, haben unter anderer Bedeutung den Weg in die Alltagssprache gefunden. Andere muten dagegen fremd an.

Die Kopfbedeckung der Jäger, Schützen, Telegrafen, Flieger- und Kraftfahrerabteilung.

Ein Steilfeuergeschütz, das zum Beschuss von Zielen hinter Deckung oder Eindeckungen (Unterstand/Festungen/Forts) diente.

Umgangssprachlicher Name für Angehörige des Bayerischen Infanterie-Leibregiments.

Ein Vorderwagen, der für den Transport eines Geschützes unerlässlich war. Daraus resultierend die Begriffe „aufprotzen“ (Fahrbereitschaft des Geschützes herstellen) und „abprotzen“ (Feuerbereitschaft des Geschützes herstellen.

Ein dünnwandiges Artilleriegeschoss, das mit Hartbleikugeln (Gewicht mindestens neun Kilo) gefüllt ist, die beim Krepieren der Granate über dem Gegner verteilt werden. Wurde vor allem gegen die Infanterie eingesetzt.

Waren meist Offiziere, die zum Tragen einer Regimentsuniform berechtigwaren, aber ohne dienstliche Stellung blieben.

Zum einen das Feldgepäck der Truppe, das der Soldat nicht selbst trägt; zum anderen sind damit auch die mit diesem Gepäck beladenen Fahrzeuge und sonstige der Truppe folgenden Wagen gemeint.

Das Äquivalent der Kavallerie zur Kompanie der Infanterie: Jäger und Pioniere unter einem Eskadron-Chef (Rittmeister), hat im Krieg eine Stärke von 150 Pferden zu vier Zügen.

Artikel 3 von 6