Diamanten der Rekorde

von Redaktion

Der Friedensdiamant

Ein mehr als 700 Karat schwerer Diamant ist diese Woche in New York für 6,5 Millionen Dollar versteigert worden. Käufer des als „Friedensdiamant“ bezeichneten Stücks ist ein bekannter Diamantenhändler. Der Diamant, der zu den größten je gefundenen gehört, war von einem Pastor in einer Mine in Sierra Leone entdeckt und dann der Regierung übergeben worden. Ein Karat entspricht 0,2 Gramm, der Diamant wiegt also mehr als 140 Gramm.

Der „Koh-i-noo“ (Berg des Lichts) soll um das Jahr 1100 in Indien entdeckt worden sein. 1306 wurde der 105,6-karätige Stein erstmals in einem Hindu-Text erwähnt. Der unschätzbar wertvolle Diamant wurde 1849 aus der damaligen britischen Kolonie für Königin Victoria nach England gebracht und wird nun im Londoner Tower aufbewahrt.

Der 190 Karat schwere „Orloff“ gehört zu den berühmtesten Diamanten der Welt. Er wurde in Indien gefunden und ziert bis heute das Zepter der russischen Zaren. Seit 1967 kann man ihn in der Rüstkammer des Kremls bewundern.

Der „Blaue Wittelsbacher“ wurde 2008 in London für 18,7 Millionen Euro versteigert, danach wurde er zum Entsetzen vieler Experten umgeschliffen. Der 35,56-karätige naturblaue Stein brach damals den Weltrekord für einen Diamanten. Der König von Spanien, Philipp IV., hatte ihn 1664 als Mitgift für seine Tochter ausgewählt. Anschließend ging er durch deren Heirat mit Kaiser Leopold I. in den österreichischen Kronschatz über. In den Besitz des Hauses Wittelsbach kam er 1722. Damals brachte ihn Erzherzogin Maria Amalia von Österreich in die Ehe mit dem bayerischen Kronprinzen Karl Albrecht ein. Er wurde bis zum Ende der Monarchie in der Spitze der bayerischen Krone getragen. Inzwischen soll der Diamant schon wieder den Besitzer gewechselt haben. Hamad bin Chalifa Al Thani, das ehemalige Staatsoberhaupt von Katar, soll ihn für mindestens 80 Millionen US-Dollar erworben haben.

Der „Cullinan“-Diamant wurde 1905 in Südafrika entdeckt. Es ist der größte jemals gefundene Diamant. Der Stein hatte ein Gewicht von 3106,7 Karat und wurde später in 105 Teile gespalten. Der daraus gewonnene „Stern von Afrika“ mit 530 Karat gehört zu den britischen Kronjuwelen. sts/dpa

Artikel 4 von 5