Überschwemmungen in Deutschland, verschneites Spanien, kaltes Bangladesch

von Redaktion

Überschwemmte Uferstraßen, Landungsstege und Felder: Das Hochwasser des Rheins hat zu Wochenbeginn seinen Höhepunkt erreicht. In Köln wurde der höchste Pegelstand bei etwa 8,80 Metern am Montagnachmittag erwartet. In Köln ist das Flussbett besonders eng. Am Wochenende hatte die Schifffahrt wegen des hohen Pegelstandes eingestellt werden müssen. Nun sollen die Pegelstände wieder sinken.

In Düsseldorf sah man dem Scheitelpunkt in der Nacht zu Dienstag entgegen, erwartet wurden nach Angaben eines Sprechers rund 8,40 Meter. Ein weiteres Nachrüsten war zunächst nicht mehr nötig. „Die Arbeiten beschränken sich darauf, dass man immer wieder die Deiche kontrolliert“, sagte der Sprecher. „Wir warten darauf, dass das Wasser zurückgeht.“

Aufatmen auch an der Mosel: In der Nacht zum Montag fiel der Pegelstand in Trier unter die Acht-Meter-Marke, wie das Hochwassermeldezentrum Mosel mitteilte. In den hessischen Hochwassergebieten entspannte sich die Situation ebenso. Vor allem am Main und an der Lahn bei Gießen sanken die Pegelstände. Zwar soll es ab heute wieder regnen, doch mit einer neuen Hochwasserwelle ist nicht zu rechnen, heißt es nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD).

Ein heftiger Wintereinbruch hat derweil Spanien überrascht: Hunderte Autofahrer sind am Wochenende im Schnee stecken geblieben. Besonders schlimm war die Situation auf der Autobahn AP6 zwischen Madrid und Segovia, wo nach starken Schneefällen hunderte Autofahrer die Nacht zum Sonntag in ihren Autos verbringen mussten. Die Nothilfeeinheit des spanischen Militärs schickte 250 Soldaten los, um die Autofahrer zu befreien. Es gab wütende Reaktionen von Betroffenen. Das Winterwetter erwischte viele Spanier auf der Rückreise aus den Weihnachtsferien.

Eine Kältewelle hat die subtropischen Regionen von Bangladesch fest im Griff. Nach Angaben von Behördenvertretern erreichten die Temperaturen im Norden des Landes am Montag mit 2,6 Grad Celsius ein neues Rekordtief. Die Regierung verteilte nach eigenen Angaben zehntausende Decken. „Es ist die niedrigste Temperatur seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1948“, sagte Shamsuddin Ahmed vom bangladeschischen Wetterdienst der Nachrichtenagentur AFP. Betroffen von der aktuellen Kältewelle sind vor allem die nördlichen Landesteile. Ein örtlicher Rundfunksprecher berichtete von mindestens neun Kältetoten. Die Behörden verteilten mindestens 70 000 Decken an ärmere Menschen, wie Beamte aus zwei betroffenen Bezirken mitteilten. Weitere Decken sollten folgen. Die 160 Millionen Bewohner des niedrig gelegenen, von Flüssen durchzogenen Landes sind auch im Winter mildere Temperaturen gewohnt. dpa/afp

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