1882: Valentin Ludwig Fey wird am 4. Juni als viertes Kind von Johanna Maria, geborene Schatte, und Johann Valentin Fey in der Au geboren. Alle drei Geschwister sind als Kinder gestorben. 1888-1896: Volksschule. 1897-1899: Schreinerlehre. 1900-1902: Valentin ist Geselle bei diversen Münchner Meistern. 1902: Er besucht in München die Varietéschule Strebel. Sein erstes Gastspiel ist in Nürnberg. Der Vater stirbt, und Valentin führt jetzt die Transportfirma Falk & Fey. 1903-1906: Er baut ein riesiges Orchestrion. 1905: Tochter Gisela wird geboren. 1906: Die Firma ist pleite und wird verkauft. 1907: Die Tournee mit dem Orchestrion als Charles Fey ist ein Fiasko. 1908: Erfolge als Karl Valentin beim Münchner Baderwirt mit eigenen Monologen – berühmt „das Aquarium“ – und Couplets. Valentin wird an die Volkssängerbühne des Frankfurter Hofs engagiert. 1909/10: Er lernt die Soubrette Elisabeth Wellano, später Liesl Karlstadt, kennen. 1910: Tochter Berta wird geboren. 1911: Ehe mit Gisela Royes, dem Dienstmädchen im Hause Fey und Mutter von Berta und Gisela. 1912/13: Valentin dreht seine ersten Filme. 1913: Liesl Karlstadt ist nun seine feste Bühnenpartnerin. 1915: Ab jetzt treten sie auf allen wichtigen Kabarett-Bühnen von München auf. 1922: Valentin dreht unter der Regie von Erich Engel und Bertolt Brecht „Mysterien eines Frisiersalons“. 1923: Brecht setzt an den Kammerspielen durch, dass Valentin dort spielen kann („Christbaumbrettl“). 1924: Gastspiel in Berlin; viele weitere Berlin-Auftritte folgen. Von Rilke bis Zuckmayer sind alle begeistert. 1926: Angebot aus Hollywood, das Valentin ablehnt. 1931: Valentin hat ein eigenes Theater, den Goethesaal. 1934: Er eröffnet im Keller des Hotels Wagner sein Panoptikum, das schon 1935 floppt. 1936: Sein Film „Die Erbschaft“ kommt heraus und wird sofort von der NS-Zensur wegen „Elendstendenzen“ verboten. 1939: Liesl Karlstadt bricht bei einem Auftritt in Augsburg zusammen und kommt ins Krankenhaus. 1941: Valentin zieht mit der Familie nach Planegg. 1942-1947: Er tritt nicht mehr auf, schreibt aber Glossen für die „Münchner Feldpost“. 1945: Radio München gibt ihm keine eigene Sendung. 1946: Es klappt mit dem Hörfunkformat „Es dreht sich um Karl Valentin“. Die Reihe wird wegen Erfolglosigkeit bald eingestellt. 1947: Karlstadt und Valentin spielen in Pasing. 1948: Gastauftritte im Simpl und Bunten Würfel. Am 9. Februar stirbt Valentin in Planegg. sida