Nicht nur die Verlängerung der S 7 zieht sich seit Jahren hin. In Oberbayern gibt es viele Infrastrukturprojekte, die nicht vorankommen. Einige Beispiele:
Noch ein Münchner S-Bahn-Projekt: In Fürstenfeldbruck geht beim seit Jahre diskutierten Ausbau der S 4 nichts vorwärts. Es gibt nicht mal Pläne.
Die Idee eines zwei Kilometer langen Tunnels für die B 2 durch Starnberg gibt’s seit Juni 1987, die Baufreigabe erst seit einem Jahr. Die Stadt soll dadurch vom Durchgangsverkehr zwischen Weilheim und München entlastet werden. Aktuelle Zahlen zu den Kosten gibt es nicht, 2011 ging das Bauamt von 162 Millionen Euro aus. Als Bauzeit sind acht Jahre veranschlagt. Bis heute ist das Projekt bei Bürgern und Kommunalpolitikern sehr umstritten, es gab auch schon einen Bürgerentscheid.
Zwischen dem Chiemsee und der Landesgrenze zu Österreich soll die A 8 auf sechs Spuren ausgebaut werden, weil es sich auf der Strecke momentan oft staut. Der Bundesrechnungshof zweifelt aber an der Wirtschaftlichkeit – und es gibt vehementen Widerstand aus Teilen der Bevölkerung. So zieht sich das Projekt schon ewig.
Ende 2018 soll es einen fixen Vorschlag für die Umfahrung Weilheims geben, vor 2035 dürfte sie nicht fertig sein. Dabei ist ein Verkehrsgutachten dazu schon 20 Jahre alt.
Zur Eröffnung des Münchner Flughafens hätte der Ringschluss der Münchner S-Bahn nach Erding fertig sein sollen. 1992 war das. Kommendes Jahr soll nun endlich mit dem Bau begonnen werden. Auch die durchgängige Flughafentangente zwischen der A 92 und A 94 war ein Versprechen zur Flughafeneröffnung. Die Trasse wurde erst 2010 fertig. Und seit dem Baubeginn war klar: Die am meisten befahrene Staatsstraße Bayerns ist zu klein. Wann es zu einem Ausbau kommt, ist nicht absehbar. Und dann wäre da ja noch der ungelöste Streit um eine dritte Flughafen-Startbahn. dor