Abgeordneter Schulz – einsam in Reihe 3

von Redaktion

Martin Schulz kann wieder lachen, wenn er Angela Merkel trifft. Als er um 9.24 Uhr bei der Kanzlerwahl zur Stimmabgabe aufgerufen wird, läuft er ihr über den Weg. Sie scherzen zusammen. Schulz legt den Arm auf Merkels Schulter. Er hatte zuvor zugesichert, sie zur Bundeskanzlerin mitzuwählen. Sie ist ihm dankbar für seinen Einsatz für diese Große Koalition, die ihre Macht nochmal sichert, während Schulz nur noch in der dritten statt der ersten SPD-Reihe im Bundestag sitzt. Als feststeht, dass Merkel es geschafft hat, klatscht auch Schulz. Zum Gratulieren stellt er sich hinter Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt und FDP-Chef Christian Lindner an. Hätten sie Jamaika hinbekommen, wäre Schulz vielleicht noch SPD-Vorsitzender. Öffentlich spricht er nicht an diesem Tag, an dem er eigentlich gerne Minister geworden wäre.

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