Besondere Umzüge

von Redaktion

Benediktbeuern: Die älteste Prozession

Den Titel der ältesten Fronleichnamsprozession im Freistaat beansprucht Benediktbeuern (Kreis Bad Tölz-Wolfratshausen) für sich. Dort soll 1273 erstmals eine Prozession stattgefunden haben. Nach dem Gottesdienst geleiten die Gläubigen in festlicher Tracht die Monstranz durch den geschmückten Ort.

Der Wallfahrtsort Altötting zieht das ganze Jahr über Christen aus aller Welt an. Zu Fronleichnam schwillt die Masse der Gläubigen gewaltig an. Tausende nehmen an der Prozession durch die wohl katholischste Stadt Europas teil.

In Weilheim wird der Segen mit der „Wurzel-Jesse-Monstranz“ von Joseph Anton Kipfinger gespendet: Die größte Barockmonstranz Deutschlands misst stattliche 1,23 Meter und wiegt neun Kilo. Früher wurde die Teilnahme übrigens entlohnt: Messdiener erhielten fünf Mass Wein – und der Träger der großen Fahne 30 Kreuzer.

Wo andere Gläubige zu Fuß dem Allerheiligsten folgen, steigen die Seehauser (Kreis Garmisch-Partenkirchen) in Boote und Kähne: Die Fronleichnamsprozession in der kleinen Gemeinde führt mit dem Schiff über den Staffelsee auf die Insel Wörth. Das ist einzigartig in Bayern – und Deutschland.

Über einen 60 Meter langen Teppich aus bunten Blüten schreiten die Gläubigen in Ingolstadt: Am Brautportal des Liebfrauenmünsters legt der Frauenbund einen kunstvollen Blütenteppich aus.  kb

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