20. Juni 1948: Die Bürger der Westzone erhalten an einem Sonntag die erste Rate eines „Kopfbetrages“, zunächst 40 Mark. Über Nacht füllen sich die Schaufensterauslagen. 21. Juni 1948: Am Montag ist die D-Mark mit dem Währungsgesetz in der Westzone und drei Tage später in West-Berlin alleiniges Zahlungsmittel. Ein Dollar kostet 3,33 Mark, ab Ende 1949 zehn Jahre lang 4,20 Mark.
24. Juni 1948: Die sowjetische Militärverwaltung reagiert mit der Ausgabe von neuem Geld in ihrer Zone. Gleichzeitig verhängt sie eine Blockade über West-Berlin, wo die Westalliierten die Ost-Währung untersagen.
1. August 1957: Die Deutsche Bundesbank in Frankfurt nimmt ihre Arbeit als Hüterin der Währung auf. Sie ist Nachfolgerin der Bank deutscher Länder.
19. März 1973: Am Ende einer mehrwöchigen Krise durch sinkende Dollarkurse werden die internationalen Devisenbörsen wieder geöffnet. Das am Dollar orientierte Währungssystem von Bretton Woods mit festen Wechselkursen war zusammengebrochen.
13. Mai 1979: Das Europäische Währungssystem (EWS) tritt rückwirkend zum Jahresbeginn in Kraft. Innerhalb des Systems schwanken die Wechselkurse der EWS-Mitglieder lediglich innerhalb einer bestimmten Bandbreite. Die D-Mark wird zur „Ankerwährung“.
1. Juli 1990: Drei Monate vor der Wiedervereinigung verschwindet die DDR-Mark. Die D-Mark gilt in der DDR. Der festgesetzte Umtauschkurs beträgt 1 zu 2, für Privatpersonen günstige Sonderregelung 1 zu 1. Damit wird die Ost-Mark höher bewertet als der damalige Umtauschkurs in Banken von etwa 1 zu 5.
7. Februar 1992: Im Vertrag von Maastricht werden auf deutsche Initiative hin strenge Konvergenzkriterien für den Beitritt eines Landes zur geplanten gemeinsamen Währung vorgeschrieben (Preisstabilität, öffentliche Finanzen).
1. Januar 1999: In Deutschland und zehn weiteren EU-Ländern wird der Euro eingeführt – zunächst als Buchgeld, während das D-Mark-Bargeld noch bleibt. Unwiderruflicher Umrechnungskurs: 1 Euro = 1,95583 D-Mark. Am Vortag war eine D-Mark knapp 0,60 US-Dollar wert.
1. Januar 2002: Offizielle Einführung des Euro-Bargelds. Ende 2001 sind noch 162,2 Milliarden D-Mark Bargeld im Umlauf. Ende Februar verschwinden D-Mark-Noten und D-Mark-Münzen völlig aus dem Zahlungsverkehr. dpa