Der NSU-Prozess in Zahlen

von Redaktion

438 Prozesstage

Erster Verhandlungstag war am 6. Mai 2013. Der damalige Präsident des Münchner Oberlandesgerichts, Karl Huber, sagte kurz davor über die Verfahrensdauer: „Ich rechne mit neun Monaten bis zweieinhalb Jahren.“ Bis heute, weit über fünf Jahre später, gab es inklusive der geplanten Urteilsverkündung am 11. Juli genau 438 Prozesstage.

So vielen Seiten an Ermittlungsakten haben sich schon zu Prozessbeginn angesammelt. Sie füllen mehr als 600 Ordner. Inzwischen sind tausende weitere Seiten aus dem Prozess hinzugekommen.

soll die Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ ermordet haben. Neun von ihnen waren Geschäftsleute türkischer und griechischer Abstammung in den Jahren 2000 bis 2006. Außerdem die am 25. April 2007 in Heilbronn getötete Polizistin Michele Kiesewetter.

umfasst alleine die Anklageschrift der Bundesanwaltschaft. Darin wird Zschäpe Mittäterschaft bei den zehn NSU-Morden vorgeworfen.

soll Beate Zschäpe mit den Terroristen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt im Untergrund gelebt haben.

hat die Hauptangeklagte Zschäpe. Von den Pflichtverteidigern Wolfgang Heer, Wolfgang Stahl und Anja Sturm distanzierte sie sich im Laufe des Verfahrens. Mathias Grasel kam als vierter Pflichtverteidiger, Hermann Borchert als Wahlverteidiger dazu.

nehmen am NSU-Prozess teil. Die meisten sind Angehörige der Mordopfer oder der Opfer, die bei den Anschlägen verletzt wurden. Die Nebenkläger werden von 60 Anwälten vertreten.

und Sachverständige wurden in den letzten fünf Jahren in Saal A101 des Münchner Strafjustizzentrums geladen.

hat der Senat nun, um das Urteil abzusetzen. Diese Spanne ergibt sich aus Paragraph 275 der Strafprozessordnung, in dem die Urteilsfristen für länger andauernde Verfahren festgelegt sind. Es wird aber mit einer schnelleren Urteilsbegründung gerechnet. Richter Götzls Ruhestand beginnt Ende 2018.

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