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Die Jobs des Friedrich Merz

von Redaktion

Friedrich Merz arbeitet an seinem Comeback in der CDU. Die Karriere des heute 62-Jährigen in der Privatwirtschaft ist ebenfalls beachtenswert. Ein Überblick.

Ausbildung

Merz stammt aus einer Juristenfamilie. Nachdem er 1971 wegen „unüberbrückbarer Meinungsverschiedenheiten, insbesondere in disziplinarischer Hinsicht“ die Schule wechseln musste, legte er 1975 sein Abitur ab. Von 1976 bis 1982 studierte er in Bonn Rechtswissenschaften.

Erste Anstellungen

Nach dem Referendariat arbeitete Merz von 1985 bis 1986 als Richter auf Probe am Amtsgericht Saarbrücken, von dort wechselte er zum Verband der Chemischen Industrie (VCI), wo er bis 1989 tätig war.

Karriere als Politiker

Schon 1980 war Friedrich Merz Vorsitzender der Jungen Union in seiner nordrheinwestfälischen Heimatstadt Brilon. 1989 trat er dann aufs internationale Parkett: Er wurde ins Europäische Parlament gewählt, dem er bis 1994 angehörte. Von 1994 bis 2009 war er Mitglied des Deutschen Bundestages, gewählt als Direktkandidat des Wahlkreises Hochsauerlandkreis.

Karriere in der Wirtschaft

Bereits 2005, vier Jahre vor seinem Ausscheiden aus dem Bundestag, nahm Friedrich Merz seine Tätigkeit für das Düsseldorfer Büro der Kanzlei Mayer Brown auf, für die er noch heute arbeitet. Bis 2014 als Partner, seitdem als Senior Counsel. Nach Angaben der Kanzlei berät er vorwiegend bei Fusionen, zu seinen Mandanten zählen Dax-Konzerne und international tätige Unternehmen. Ab 2009 übernahm Merz verschiedene Mandate bei Unternehmen, die er heute nicht mehr ausübt: Er gehörte den Aufsichtsräten von AXA, DBV-Winterthur, der Deutsche Börse AG sowie der IVG Immobilien AG an. Außerdem den Beiräten von Borussia Dortmund und der Commerzbank sowie dem Verwaltungsrat von BASF.

Heutige Tätigkeitsfelder

Neben seiner Arbeit bei Blackrock führt Merz den Aufsichtsrat des Arnsberger Unternehmens Wepa, das unter anderem Toilettenpapier herstellt. Außerdem leitet er das Kontrollgremium des Flughafens Köln-Bonn und ist Aufsichtsratsmitglied bei der Privatbank HSBC Deutschland. Er sitzt im Verwaltungsrat des Schweizer Zugbauers und Siemens-Konkurrenten Stadler Rail. K. BRACK

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