Der Kommandant der Apollo-11-Mission galt als überlegt, zurückhaltend, als jemand, der nicht schnell die Nerven verliert und die leisen Töne großen Auftritten vorzieht. Eigentlich ein Antityp zum amerikanischen Packen-wir-es-an-Helden. Aber der NASA imponierte seine Art. Die Entscheidung, ihn als ersten Menschen auf den Mond zu schicken, soll einstimmig gefallen sein. Sogar die russische Prawda zollte ihm Respekt und bezeichnete Armstrong als „Zar des Raumschiffs“. Neil Armstrong, am 5. August 1930 in Ohio geboren, liebte das Fliegen seit seiner Kindheit, nahm schon mit 15 Jahren die ersten Stunden, studierte Luftfahrttechnik, war Kampfpilot im Koreakrieg und später Testpilot bei der NASA, bevor er 1962 Astronaut wurde. Zwei Jahre nach der historischen Mondmission wurde Armstrong an der University of Cincinnati Professor für Luft- und Raumfahrttechnik. Zeit seines Lebens blieb Armstrong ein Befürworter der bemannten Raumfahrt. Er starb am 25. August 2012 nach einer Herzoperation.
Buzz Aldrin wurde am 20. Januar 1930 als Edwin Aldrin in New Jersey geboren. 1963 wurde er der erste promovierte NASA-Astronaut. Aldrin wollte unbedingt als erster Mensch auf den Mond und machte daraus auch kein Hehl. Dass Armstrong den Vortritt bekam, empfand er als Niederlage. Da Armstrong die Aufgabe hatte, die Mondmission zu dokumentieren, zeigen die meisten Fotos aber Aldrin. 1971 verließ Aldrin die NASA. Er litt an Depressionen, trank, nahm Medikamente, was er aber in den Griff beam. Aldrin, heute 89, bemüht sich, die Weltraumforschung populär zu machen. Unter anderem wirbt er für eine bemannte Mission zum Mars. Aldrin war mit 86 Jahren der älteste Mensch, der den Südpol erreicht hat. tab
Collins kam 31. Oktober 1930 in Rom zur Welt. Er gilt als der „vergessene Astronaut“ der Mondmission. Sogar US-Präsident Richard Nixon erwähnte ihn bei seinem Gruß an „Apollo 11“ nicht. Während Armstrong und Aldrin den Mond erkundeten, kreiste Collins in der „Columbia“ um den Trabanten. „Du bist wahrscheinlich der Einzige weit und breit, der kein Fernsehen hat“, sagte ihm über Funk ein NASA-Mitarbeiter. Nach der Rückkehr zur Erde beschrieb Collins die Ängste um seine Kollegen während seiner Zeit als „einsamster Mensch der Welt“. Collins, heute 88, war vor seiner Zeit als Astronaut Kampfjet-Pilot und ist der erste Mensch, der sich im All von einem Raumfahrzeug zu einem anderen bewegte. pam