Die Stadtwerke betreiben Münchens größten Tauchsieder

von Redaktion

FERNWÄRMENETZ ALS ENERGIESPEICHER

Einen Weg, Stromüberschüsse zu speichern, haben die Stadtwerke München (SWM) entwickelt: Im Kraftwerk Süd arbeitet eine Elektro-Heizanlage mit zehn Megawatt Leistung – so viel wie 6000 handelsübliche Wasserkocher. Sie speist überschüssige Energie aus dem Stromnetz als Wärme ins Fernwärmenetz ein, das dank seiner Größe enorme Energiemengen puffern kann. Im Gegenzug können die Gasturbinen, aus denen bis zum Vollausbau der Geothermie der Großteil der Münchner Fernwärme kommt, gedrosselt werden. Münchens größter Tauchsieder ging im Dezember 2013 in Betrieb und hat seitdem laut SWM schon 4,3 Gigawattstunden Gas eingespart. Bisher geschah das vorwiegend beim Einsatz zur Erbringung von (in diesem Fall negativer) Regelleistung. Doch die Stadtwerke haben weiterreichende Pläne. Da die Experten davon ausgehen, dass niedrige oder gar negative Strompreise künftig häufiger auftreten, ist vorgesehen, den E-Heizer auch auf dem Spotmarkt zu vermarkten – als Energieschlucker gegen Bezahlung. Die SWM denken bereits über eine zweite, womöglich noch größere Anlage an einem weiteren Standort nach.  sc

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