FAKTEN IN KÜRZE

Wo gibt es weitere verlässliche Infos?

von Redaktion

Viele Frauen ertasten einen bösartigen Knoten in der Brust selbst – manchmal durch Zufall beim Eincremen oder Duschen. Oder: weil sie einmal pro Monat selbst ihre Brüste auf Veränderungen untersuchen, wie viele Experten empfehlen. Wer eine knotige Veränderung entdeckt, sollte aber auf keinen Fall in Panik geraten! Denn weitaus öfter als Brustkrebs ist die Ursache vergleichsweise harmlos. Oft steckt eine Zyste dahinter, also ein flüssigkeitsgefüllter Hohlraum oder ein gutartiger Tumor, ein sogenanntes Fibroadenom. Klarheit bringt oft schon der Ultraschall. Manchmal ist zudem eine Mammografie nötig oder eine Gewebeprobe. Wer einen Knoten ertastet, muss in jedem Fall zügig zum Frauenarzt – falls es tatsächlich Krebs ist, sollte nicht unnötige Zeit verstreichen.

„Warum gerade ich?“ Das fragen sich die meisten Patientinnen, die an Brustkrebs erkranken – und sogar Schuldgefühle entwickeln. Dabei spielen viele Faktoren eine Rolle, die man nicht beeinflussen kann: das Alter, die eigenen Gene, zufällige Fehler bei der Zellteilung und manche Umweltfaktoren. Dennoch: Frauen können selbst etwas dazu beitragen, um ihr Risiko zumindest zu senken. Dazu gehört vor allem viel Bewegung – zu wenig Aktivität und Übergewicht erhöhen Studien zufolge das Erkrankungsrisiko. Es lohnt sich also, sich ausgewogen zu ernähren sowie bei Bedarf abzunehmen. Auch Alkohol steigert das Risiko. Beim Rauchen wiederum ist ein direkter Zusammenhang speziell zu Brustkrebs bislang nicht belegt – aber auch nicht ausgeschlossen. Das Gleiche gilt auch für Stress, den ebenfalls viele im Verdacht haben. Auch die Sorge, Deos mit Aluminiumsalzen könnten das Erkrankungsrisiko erhöhen, ist laut Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) nicht ausreichend belegt. Anders verhält es sich mit Hormontherapien in den Wechseljahren: Hier gibt es einer aktuellen Studie zufolge, die im renommierten Fachjournal „The Lancet“ erschienen ist, einen klaren Zusammenhang.

Wie geht Frau bei der Selbstuntersuchung am besten vor? Welche Veränderungen sind verdächtig? Und: Welche Vor- und Nachteile hat die Mammografie? Antworten auf diese und viele weitere Fragen bekommen Sie zum Beispiel in der Broschüre „Keine Angst vor Brustkrebs! Was Sie wissen sollten und selbst tun können“ der Bayerischen Krebsgesellschaft. Sie ist online zum kostenlosen Download erhältlich: www.bayerische-krebsgesellschaft.de. Sie können die gedruckte Broschüre auch per E-Mail bestellen: info@bayerische-krebsgesellschaft.de oder per Telefon (089) 54 88 40-0. Tipps und Informationen finden Sie auch beim Verein „Brustkrebs Deutschland“ unter www.brustkrebsdeutschland.de sowie auf den Informationsseiten des DKFZ, zu finden auf www.krebsinformationsdienst.de.  ae

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