So viel Nährwert hat eine Mass Bier. Das entspricht 400 Gramm Reis, vier Kilo Gurken – oder zwei Weißwürsten.
So viel hat die Münchner Wirtschaft letztes Jahr mit der Wiesn verdient. In den Festzelten und Fahrgeschäften auf der Wiesn ließen die Besucher 442 Millionen Euro – und „allein für Übernachtungen gaben die auswärtigen Festgäste nochmals insgesamt rund 505 Millionen Euro aus“, teilte die Stadt mit. Rund 450 Hotels mit 80 000 Betten bietet die Stadt. An den Wiesn-Wochenenden sind sie so gut wie ausgebucht.
So lange dauert das Oktoberfest heuer. Es geht bis zum 6. Oktober.
Die Mass kostet dieses Jahr bis zu 11,80 Euro, das sind 30 Cent mehr als der Höchstpreis des Vorjahres. Unter 10,80 Euro ist der Liter Bier in diesem Jahr nicht mehr zu haben.
Das größte ist das Hofbräuzelt mit knapp 10 000 Sitzplätzen inklusive Biergarten. Alle Zelte zusammen: rund 120 000 Plätze.
Die Wiesn ist ein gigantischer Jobmotor. So viele Arbeitsplätze gibt es dem Münchner Wirtschaftsreferat zufolge auf dem Oktoberfest.
Rund sechs Millionen kommen alljährlich auf die Wiesn, ein Rekord lag 1985 bei 7,1 Millionen. 2016 ließen schlechtes Wetter und Terrorangst die Zahl auf 5,6 Millionen sinken. Bis zu 400 000 Menschen drängen an einem starken Tag auf das Gelände auf der Theresienwiese.
Rund 1400 Toiletten-Sitzplätze gibt es auf der Wiesn, ein Kilometer Stehplätze und 43 behindertengerechte Toiletten.
Knapp 2700 Dinge wurden letztes Jahr im Wiesn-Fundbüro abgegeben, darunter 840 Ausweise, 460 Geldbörsen, 350 Kleidungsstücke, 350 Mobiltelefone, 300 Schlüssel, 140 Brillen. Zudem: Zwei Eheringe von einem Ehepaar. Und wie praktisch jedes Jahr ein Gebiss.
Wiesn weltweit: Mehr als 2000 „Oktoberfeste“ nach dem Münchner Vorbild werden über den Erdball verteilt gefeiert. dpa/sts