Einsteigen, es geht los!

von Redaktion

Morgen beginnt das Oktoberfest. Das müssen Sie zum Start wissen.

A wie Anstich

Die Wiesn ist im ständigen Wandel: Das Bier wird teurer, die Zelte größer, die Trachten bunter. Eine Konstante: Der Anstich im Schottenhamel-Festzelt. Hier zapft OB Dieter Reiter (SPD) am Samstag um Punkt 12 Uhr das erste Fass Bier an. Etwa zum gleichen Zeitpunkt schwingt Kabarettist Helmut Schleich im Herzkasperl-Zelt den Schlegel und Schauspieler Francis Fulton-Smith im Stiftl-Zelt.

Spontan-Reservierung

Die Plätze in den Zelten sind wie immer heiß begehrt und bereits Monate vorher ausgebucht. Doch es gibt einen Geheimtipp: Spontan-Reservierungen. In der Fischer Vroni, der Ochsenbraterei und im Armbrustschützenzelt können Kurzentschlossene mit ein bisschen Glück noch einen Tisch für den nächsten Tag buchen. In der Fischer-Vroni gibt es die Plätze am Vortag um 12 Uhr auf reservierung.fischer-vroni.de.

Für die Ochsenbraterei werden täglich mehrere hundert Plätze auf ochsenbraterei.de/reservierungen zwischen 21 und 22 Uhr freigeschaltet. Die Tische für zehn Personen sind von 12 bis 16 Uhr oder von 17 Uhr bis zum Ende buchbar. Im Armbrustschützenzelt gibt es etwa 300 Plätze für Kurzentschlossene. Die Reservierungen sind hier nur an den Samstagen (21. und 28. September und 5. Oktober) möglich. Der Link zur Tischreservierung (je zehn Personen) steht jeweils 24 Stunden vorher unter armbrustschuetzenzelt.de/reservierung.

Neue Fahrgeschäfte

Neu auf der Wiesn ist der Spinning Racer, eine Achterbahn, in der die Besucher zu viert Rücken an Rücken sitzen und über 424 Meter Schienen rattern. Der Wagen schwingt dabei frei, sodass man nicht vorausahnen kann, ob man in der nächsten Kurve bei 70 Stundenkilometern nach vorne schaut oder nicht. Abgesehen davon ist man seitens der Stadt auf die Herkunft des Fahrgeschäfts besonders stolz: „Schön, ein weiteres Münchner Kindl auf der Wiesn zu haben“, sagt der neue Wiesn-Bürgermeister Clemens Baumgärtner (CSU). Die Münchner Firma Maurer Rides hat den Spinning Racer schon 2001 gebaut. Die wilde Fahrt auf ihm kostet 6 Euro (4 Euro ermäßigt).

Ebenso wild wird heuer der Aufstieg zum Almöhi. In der Achterbahn namens Heidi geht es heiß her: Mit einem Booster-Lift geht es rasch auf 13 Meter Höhe. Preis: 7 Euro (ermäßigt 5 Euro).

Zum ersten Mal kommt ein Fahrgeschäft mit VR, also virtueller Realität, aufs Oktoberfest – Dr. Archibald. Dabei sollen die Besucher Teil einer Geschichte werden: Der Geschichtsprofessor Dr. Archibald ist verschwunden. Deshalb macht man sich mithilfe einer Virtual-Reality-Brille auf die Suche. Preis: 10 Euro (7 Euro ermäßigt). Auch neu ist eine Achterbahn, die man schon ab vier Jahren fahren darf: Kinzlers Pirateninsel. 3,50 Euro (2,50 Euro ermäßigt) kostet der große Spaß für die Kleinen.

Oide Wiesn

Die Fahrgeschäfte heißen „Kettenflieger Kalb“ oder „Calypso“ – und sie kosten nur einen Euro. Auch heuer lockt die Oide Wiesn Oktoberfest-Nostalgiker und Familien auf das Gelände. Der Eintritt kostet drei Euro – und ab 21 Uhr ist er sogar umsonst.

Im Herzkasperl-Festzelt schlägt das Herz des bayerischen und alpenländischen Heimatsounds. Bands wie die Kapelle Josef Menzl, Attwenger, Coconami, G. Rag & die Landlergschwister, Banda Internationale und Loisach Marci werden im Laufe des Oktoberfests auftreten. Die Oide Wiesn hat jeden Tag von 10 bis 22.30 Uhr geöffnet.

Familien-Wiesn

Es gibt einen Tag, den sich Familien notieren sollten: Am Wiesn-Dienstag – in diesem Jahr der 24. September und 1. Oktober – sind Eltern und ihre Kinder auf dem Oktoberfest von 10 bis 19 Uhr im Vorteil: In vier Zelten (Hacker, Bräurosl, Augustiner und Hofbräu) gibt es Kindermenüs zu Sonderpreisen. Viele Buden, Karussells und Fahrgeschäfte sind billiger – auch für Eltern. Das „Teufelsrad“ ist an diesen Tagen für Kinder sogar kostenlos.

Es gibt dann aber noch einen Ort, an dem Familien jeden Tag profitieren. Das Familien-Platz, Straße 3 Ost, ist ein Treffpunkt für Eltern und Kinder – mit dem Baby-Flug, dem Musik-Express und einem Biergarten, wo es deutlich ruhiger zugeht.

Sicherheit

Die E-Scooter werden auf und rund um das Festgelände herum verboten sein. Auch heuer gibt es ein Rucksack- und Taschenverbot für Besucher auf dem Festgelände. Die 600 Beamten der Wiesn-Streifen werden dieses Jahr wieder mit sogenannten Bodycams unterwegs sein. Die Polizisten machen Videoaufnahmen von brenzligen Situationen wie zum Beispiel Schlägereien, um danach Beweismaterial zu haben.

SEVERIN HEIDRICH & STEPHANIE MERCIER

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