BERÜHMTE WEGE

Durch die acht Alpenstaaten

von Redaktion

Die Alpenüberquerung auf dem alten Europäischen Fernwanderweg E5 ist der Klassiker unter den verschiedenen Routen über die Alpen. Die Etappen, die von Oberstdorf im Allgäu bis nach Meran in Südtirol führen, zählen zu den schönsten Teilen des Weges, gelten aber auch als besonders anspruchsvoll. 172 Kilometer gilt es in neun bis zwölf Etappen zu überwinden.

Hinter den Alpen liegt das Meer: Dieser Gedanke liegt dem Traumpfad von München nach Venedig zugrunde, den der Wolfratshauser Ludwig Graßler 1977 erfunden hat. Auf insgesamt 28 Wanderetappen, beginnend am Marienplatz, läuft man über Wolfratshausen und das Karwendel ins Inntal. Von dort erreicht man die Tuxer Alpen, überquert den Alpenhauptkamm, durchwandert die Dolomiten und die Puezgruppe. Nach etwa 28 Tagen Wanderung und 550 Kilometern erreicht man den Markusplatz in Venedig.

Der Alpe Adria Trail ist ausdrücklich kein sportlicher Bergwanderweg. Konzipiert ist der rund 750 Kilometer lange Trail, der am Fuß des Großglockners in Kärnten beginnt und über Kranjska Gora in Slowenien nach Venetien an die Adriaküste Italiens führt, vor allem als kultureller Weg. Er besteht aus 43 Etappen, von denen viele im nicht-alpinen Bereich von Ort zu Ort führen.

Auf fünf Routen lässt sich die Via Alpina erkunden. Der Weg von Triest nach Monaco führt dabei durch die acht Alpenstaaten: Italien, Slowenien, Deutschland, Österreich, die Schweiz, Liechtenstein, Frankreich und Monaco. Die Via Alpina ist ein offizielles und gefördertes Umsetzungsprojekt der Alpenkonvention und soll zu einer nachhaltigen Entwicklung im Alpenraum beitragen. Die fünf Wege haben eine Gesamtlänge von über 5000 Kilometern, die in 342 Tagesetappen unterteilt sind, 30 davon liegen in Deutschland. Für den Wanderweg wurde keine neue Infrastruktur angelegt, sondern das bereits bestehende Wegenetz genutzt.

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