Science-Fiction auf dem Acker: Digital vernetzte Roboter sollen die Landwirtschaft revolutionieren

von Redaktion

MESSE AGRITECHNICA IN HANNOVER

Auch die Landwirtschaft ist im Wandel. Wo bisher noch der Bauer selbst Hand anlegt, könnten schon in naher Zukunft Maschinen unterwegs sein. Science-Fiction auf dem Acker. Auf der Landtechnik-Messe Agritechnica, die aktuell in Hannover läuft, kann man die Entwicklung begutachten. Zum Beispiel den Roboter „Contadino“, entwickelt von Conti-Tech. „Contadino“ ist eine Art Alleskönner. Er ist mit moderner Sensorik ausgestattet und düst autonom über die Felder, wobei diverse Anbaugeräte an ihn gekoppelt werden können. Das Ziel ist, dass der Roboter eines Tages präzise und effizient sät und düngt. Roboter könnten das großflächige Ausbringen von Pestiziden unnötig machen, indem sie gezielt zu Pflanzen fahren und diese besprühen. Auch Unkraut soll bald per Roboter beseitigt werden, nicht mehr mit Chemikalien wie Glyphosat. „Das sind schon Anwendungen, die praxistauglich sind“, sagte eine Sprecherin des Niedersächsischen Landvolks auf der Agritechnica. Das französische Unternehmen Naio Technologies hat schon 2017 einen autonomen Unkrautroboter entwickelt. Der dänische Roboter „Farmdroid“ fährt sogar mit eigenen Solarzellen übers Feld und informiert den Besitzer per SMS, wenn er Probleme hat. Das Problem ist, dass derlei Geräte bisher nur wenig Fläche schaffen. Für große Flächen bräuchte es einen Roboterverbund, sogenannte Feldschwärme. Die sind noch in der Forschungsphase. dpa

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