Die Zahl der Mitglieder in den Parteien ist auch ein Gradmesser für die Verwurzelung in der Bevölkerung. Eine Betrachtung ab 1990.
Die Mitgliederzahl der CDU hat sich nahezu halbiert. Hatten 1990 noch 789 609 Wähler ein Parteibuch, waren es 2018 noch 414 905 (Quelle: Statista). Auffällig ist, dass die CDU in den Jahren nach der Wende einen großen Einbruch erlebte. Danach ebbte der Rückgang ab. 1999 konnte man sogar knapp 12 000 neue Mitglieder gewinnen. Seitdem geht es aber stetig abwärts.
1990 hatte die CSU 186 198 Mitglieder, 2018 waren es noch 138 354. Bis zum Jahr 2000 war die Lage mit 181 021 Mitgliedern weitgehend stabil, danach bröckelte es langsam, aber stetig.
1990 hatten die Sozialdemokraten mit 943 402 noch deutlich mehr Mitglieder als die CDU. 2018 waren es nur noch 437 754. Seit 2015 ist eine gewisse Stabilisierung eingetreten. In der Zeit verlor die SPD im Saldo nur rund 5000 Mitglieder.
Bei den Grünen ist die Mitgliederzahl seit 1990 deutlich gestiegen: von 41 316 auf 75 311. Allein seit 2010 sind 23 000 Menschen den Grünen beigetreten.
Die FDP hatte 1990 168 217 Mitglieder. Dann der Erdrutsch: Bis 2000 verlor die FDP 106 000 Mitglieder. 2018 hatten noch 63 912 Bürger ein FDP-Parteibuch.
WASG und PDS (heute Linke) hatten 1990 280 882 Mitglieder. 2018 hatte die Linke noch 62 016 Mitglieder.
Die AfD gibt es erst seit 2013. Sie hat derzeit rund 33 650 Mitglieder.