Die Volontäre der katholischen Journalistenschule ifp in München haben sich in einem Online-Projekt mit dem Thema „Alt werden in der Leistungsgesellschaft“ befasst (https://alt.journalistenschule-ifp.de). Im Mittelpunkt stand die Frage: Können ältere Menschen den heutigen Ansprüchen gerecht werden? „Das Bild, das die Gesellschaft zeichnet, vergisst einige Gruppen – so etwa die Älteren“, schreiben die Absolventen des Volontär-Jahrgangs 2017. Dabei gebe es von diesen Menschen immer mehr: Rund 17 Millionen Deutsche sind aktuell über 65 Jahre alt.
Nach Recherchen der Nachwuchsjournalisten beschreiben viele Statistiken das Armutsrisiko von Senioren ungenau. Häufig würden in entsprechenden Analysen Rentner und Pensionäre zusammen betrachtet. Wie aus einer Sonderauswertung des Mikrozensus 2017 hervorgehe, liege das Armutsrisiko von Pensionären bei 0,9 Prozent – das von Rentnern aber bei 19,5 Prozent. Meist werde beides zusammengerechnet, demnach seien 17,7 Prozent der Senioren von Armut bedroht.
Auf der Suche nach Antworten stellt das Online-Projekt unterschiedliche Lebensbereiche aus dem Blickwinkel von Älteren vor. Dazu gehört arbeiten, sich barrierefrei bewegen, wohnen und Sport machen. Zudem werden gesundheitliche Einschränkungen, technische Hilfsmittel – und Altersarmut thematisiert. „Wir begegnen Menschen, die mit dem Altwerden ganz unterschiedlich umgehen. Während der 80-jährige Guido noch bei Sportwettkämpfen antritt und die 72-jährige Andrea modelt, ist Anne darauf angewiesen, in einer vereinsgestützten Wohngemeinschaft zu leben, weil ihre Rente nicht reicht“, schreiben die Nachwuchsjournalisten. bn