von Redaktion

Auftakt und Abschied

In allem wohnt Anfang und Ende, das Leben ist Werden und Vergehen – das Kulturjahr 2020 bietet viele Neustarts, aber auch Abschiede: So verlässt Intendant Matthias Lilienthal im Sommer die Münchner Kammerspiele – mit Barbara Mundel leitet von Herbst an erstmals eine Frau (lange hat’s gedauert) die Bühne. Ihre erste Saison 2020/21 ist die letzte des Volkstheaters am angestammten Platz. 2021 wird das Haus, das seit 1983 an der Brienner Straße sitzt, in den Neubau am Viehhof ziehen.

Andrea Lissonis Umzug steht früher an. Der 49-Jährige startet am 1. April als künstlerischer Geschäftsführer im Haus der Kunst. Dann endet die Vakanz, die 2018 mit dem Ausscheiden Okwui Enwezors (1963-2019) entstanden ist. Bleibt zu hoffen, dass der Südtiroler den Kunsttempel zu neuen Erfolgen führen kann. Mit einem (zumindest kommerziellen) Erfolg wird sich Daniel Craig verabschieden, wenn er ab 2. April in „Keine Zeit zu sterben“ zum letzten Mal als James Bond im Kino zu sehen sein wird. Während der Brite die markante Rolle abgibt, tritt Caroline Peters ihre an: Sie ist Salzburgs neue Buhlschaft; mit dem „Jedermann“ beginnen am 18. Juli die Festspiele, die heuer ihren 100. feiern. Bereits am 16. Mai ist Premiere in Oberammergau – das Passionsspiel erzählt von einem Ende, das Anfang neuer Hoffnung für viele Menschen war.

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