Der Hahnenkamm
ist der Kitzbüheler Hausberg. Dort finden an drei Tagen auf der Streif Super-G und Abfahrt sowie am Ganslernhang der Slalom statt.
Die Streif
ist benannt nach der Streifalm, über die der obere Teil der Abfahrt führt. Die Alm hat ihren Namen vermutlich von einem Bauern namens Straiff aus Brixen.
Die Mausefalle
ist das steilste Stück mit einem Gefälle von 85 Prozent. Bis zu 60 Meter weit springen die Läufer. Ihren Namen hat sie der Überlieferung nach von Toni Sailer senior, dem die Rennfahrer wie Mäuse vorkamen, die in eine Falle stürzen.
Der erste Sieger
auf der Streif war der Kitzbüheler Thaddäus Schwabl. Er benötigte 1937 auf Holzskiern 3:35,1 Minuten.
Schnellster auf der Streif
ist seit 1997 der Österreicher Fritz Strobl. Er benötigte 1:51,58 Minuten und fuhr im Schnitt 107 km/h.
Thomas Dreßen
war 2018 der letzte deutsche Abfahrtssieger auf der Streif – 39 Jahre nach Sepp Ferstl, der 1978 und 1979 triumphierte. Sohn Josef Ferstl gewann 2019 den Super-G. Weitere deutsche Sieger am Hahnenkamm: Sepp Folger 1950 (Slalom); Ludwig Leitner 1963 (Slalom) und 1965 (Abfahrt); Christian Neureuther 1979 (Slalom); Armin Bittner 1989 (Slalom); Felix Neureuther 2010 und 2014 (Slalom).
Michael Walchhofer
aus Österreich hält den Geschwindigkeitsrekord auf der Streif. Im Jahr 2006 war er im Zielhang 153 Stundenkilometer schnell. Bei seiner letzten Fahrt
auf der Streif raste der Italiener Kristian Ghedina 1997 im Spagat über den Zielsprung. Bei Tempo 138.
Damen
durften früher auch auf die Streif. Das allerdings ist schon lange her. Die letzte Siegerin war 1961 die Österreicherin Traudl Hecher.
Jeder Sieger
von Kitzbühel wird namentlich in weißer Schrift auf einer der roten Gondeln der Hahnenkammbahn verewigt.
3312 Meter
ist die Streif lang. In den Anfangsjahren war sie mit 4500 Metern gut ein Drittel länger. Der Start in 1665 Metern Höhe ist mit 51 Prozent Gefälle der steilste im gesamten Skiweltcup.
Ein Rekordpreisgeld
erwartet die Rennläufer zum 80. Jubiläum der Hahnenkamm-Rennen. 725 000 Euro werden ausgeschüttet. Die Sieger der Abfahrt und des Slaloms bekommen jeweils 100 000 Euro.