28. September 1998: Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe entziehen sich einer Festnahme und bilden die Gruppe Nationalsozialistischer Untergrund. Im September 2000 erschießen Böhnhardt und Mundlos in Nürnberg den Blumenhändler Enver Simsek. Bis zum Jahr 2007 töten die beiden Männer insgesamt neun Migranten und eine Polizistin.
17. Oktober 2015: Ein Rechtsextremist greift die Kölner Oberbürgermeisterkandidatin Henriette Reker mit einem Messer an und verletzt diese schwer. Auslöser soll Unzufriedenheit mit Rekers Flüchtlingspolitik gewesen sein.
22. Juli 2016: Der 18 Jahre alte David S. erschießt am Münchner Olympia-Einkaufszentrum (OEZ) neun Menschen, bevor er sich selbst erschießt. Die zum großen Teil jugendlichen Opfer stammten aus Einwandererfamilien. S. kannte seine Opfer nicht, wählte sie aber offenbar aufgrund ihres Aussehens aus.
2. Juni 2019: Der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke wird zu Hause auf seiner Terrasse erschossen. Mutmaßlicher Todesschütze ist der Rechtsextreme Stephan E. Motiv für den Mord sind vermutlich Äußerungen Lübckes aus der Zeit der Flüchtlingskrise 2015.
9. Oktober 2019: In Halle in Sachsen-Anhalt versucht Stephan B. in die Synagoge einzudringen. Als das misslingt, erschießt er auf der Straße eine 40 Jahre alte Frau und später in einem Imbiss einen 20 Jahre alten Mann. Nach Auffassung der Ermittler wollte B. aus rechtsextremen Motiven in der Synagoge ein Massaker anrichten. Die Synagoge war am Feiertag Jom Kippur voll besetzt.