Sachsen und Bayern forcieren Zusammenarbeit

von Redaktion

Bayern und Sachsen seien zwei sehr selbstbewusste Bundesländer, die, wie Ministerpräsident Markus Söder grinsend formuliert, beide zum Dialekt fähig seien. Bei ihrer gemeinsamen Kabinettssitzung am Dienstag in Hof beschlossen die Regierungen, ihre länderübergreifende Zusammenarbeit weiter auszubauen. So wollen die beiden Freistaaten den Energieträger Wasserstoff „nicht dem Norden überlassen“, sagte Söder nach der Sitzung. Die Länder verfügten über das technologische Wissen und die industriellen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Wasserstoffwirtschaft. Außerdem solle es 2020 verstärkt Begegnungen zwischen bayerischen und sächsischen Schülern geben, um über Menschenrechte und neuere deutsche Geschichte zu sprechen – eine Initiative als „Bündnis gegen Rechtsextremismus“.

Auch Forschungsergebnisse zum Coronavirus wollen die Länder austauschen. Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer (CDU) war besonders interessiert, welche Maßnahmen Bayern seit den ersten Virus-Fällen bereits getroffen habe.

Im Ländervergleich ist Bayern wirtschaftlich stärker, „das setzt uns schon unter Druck“, sagte Kretschmer. Aber auch deshalb lerne er bei den gemeinsamen Treffen jedes Mal etwas dazu. CINDY BODEN

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