Der Dachauer SPD-Landratskandidat Hubert Böck war Corona-Verdachtsfall. Eine Mitarbeiterin des 54-Jährigen hatte sich an Fasching in Freising mit dem Coronavirus infiziert, deswegen ordnete der Hausarzt eine 14-tägige häusliche Quarantäne für den Kommunalpolitiker an. Inzwischen ist das Testergebnis da: Böck wurde negativ auf das Virus getestet. Seine Beschwerden entpuppten sich als für die Jahreszeit übliche Erkältungssymptome. Während der Wartezeit auf das Ergebnis seien er und sein Umfeld aber „auf Kohlen gesessen“, sagte er gestern. zip
Im Landkreis Erding gibt es den ersten Corona-Infizierten. Der Familienvater war mit Frau und Kindern während der Faschingsferien am Gardasee. Allerdings sollen sich die Dorfener nicht in einem Risikogebiet aufgehalten haben. Nun ist es möglich, dass aufgrund des Erdinger Falles in Italien neue Risikogebiete ausgewiesen werden müssen. Landrat Martin Bayerstorfer berichtet, dass der Mann Corona-Symptome gezeigt und daraufhin eine Hausarztpraxis in Taufkirchen aufgesucht habe. Dort wurde ein Abstrich gemacht. Der positive Test hat auch für den Arzt gravierende Folgen. Nach Angaben Bayerstorfers muss die Praxis so lange geschlossen bleiben, bis alle Räume desinfiziert und das gesamte Personal getestet ist.
Damit sind in Bayern insgesamt 56 Patienten positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden, seit vergangenem Donnerstag waren es 42 neue Fälle. Allein im Landkreis Freising gab es gestern sieben neue Nachweise, vier im Landkreis München, jeweils zwei in Nürnberg, im Landkreis Augsburg und im Landkreis Lindau sowie je einen in den Landkreisen Ostallgäu, Erding und Passau. ham
Der Brillen- und Sicherheitstechnik-Hersteller uvex gibt seine noch vorrätigen Atemschutzmasken im Kampf gegen das Coronavirus nur noch an Krankenhäuser und Arztpraxen ab. Das teilte das Unternehmen am Firmensitz im fränkischen Fürth mit. Nach Angaben eines Sprechers stehen derzeit noch mehrere Zehntausend der Masken der Schutzklassen FFP2 und FFP3 zur Verfügung.
Frankreich deckelt wegen der Ausbreitung des Coronavirus die Preise für Desinfektionsgel. Damit reagiert das Land auf „einzelne Fälle“ von Wucherpreisen, wie Wirtschaftsminister Bruno Le Maire sagte. Zur Höhe des Preisdeckels äußerte er sich nicht. Desinfektionsgel für Hände ist inzwischen nicht mehr überall in Frankreich erhältlich.