CORONA IN KÜRZE

Verkehr am Brenner normalisiert sich

von Redaktion

Weltweit waren bis Montag knapp 180 000 Corona-Infizierte gemeldet, davon waren 78 078 jedoch wieder genesen. In Italien gibt es offiziell 27 980 Fälle und 2158 Tote. Spanien verzeichnet 9428 Infizierte und 309 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Spanien hat innerhalb von 24 Stunden fast 1000 neue Infektionen registriert. Allerdings hat sich der Anstieg der Zahlen verlangsamt. Am stärksten betroffen ist die Region rund um die Hauptstadt Madrid. In Deutschland wurden bisher 7174 Menschen positiv auf das Virus getestet, 14 starben. 1049 Infizierte und fünf Todesfälle gibt es in Bayern.

Der fünfte Todesfall wurde gestern Abend behördlich bestätigt. Es handelt sich um einen über 90-jährigen Patienten aus Würzburg, teilte das Gesundheitsministerium in München unter Berufung auf das Landratsamt Würzburg mit. Der Gestorbene sei Bewohner des gleichen Pflegeheims gewesen, aus dem auch zwei andere Coronavirus-Todesfälle in Bayern stammten.

Die Bundesrepublik will eine Million Masken nach Italien, das in Europa am schwersten von der Pandemie betroffen ist, schicken. Unterdessen schließt Russland die Grenzen ab Mittwoch bis zum 1. Mai für alle Ausländer mit Ausnahme derer, die einen ständigen Wohnsitz im Land haben.

Im Bundestag gibt es erste Überlegungen für eine Grundgesetzänderung, um die gesetzgeberische Handlungsfähigkeit auch dann zu erhalten, wenn das Parlament wegen der Corona-Epidemie nicht zusammentreten kann. Das Grundgesetz sieht einen „Gemeinsamen Ausschuss“ von Bundestag und Bundesrat als Notparlament im Verteidigungsfall vor, wenn das Parlament nicht rechtzeitig zusammentreten kann. Der Ausschuss besteht nach Artikel 53a aus 48 Mitgliedern, von denen zwei Drittel Abgeordnete des Bundestags und ein Drittel Mitglieder des Bundesrats sind.

Der Sanitätsdienst der Bundeswehr hat auf seinen Aufruf an Reservisten seit Freitag 730 Anfragen erhalten. Zeitnah könnten 380 davon eingesetzt werden. Es habe sich auch Fachpersonal gemeldet, das vorher nicht in der Bundeswehr gearbeitet habe. Diese seien an zivile Hilfsorganisationen verwiesen worden.

Der Transport von Gütern über den italienisch-österreichischen Grenzpass Brenner läuft nach Angaben der Polizei inzwischen ohne größere Probleme. Trotz der Grenzkontrolle auf österreichischer Seite bilde sich nur hin und wieder ein Stau von ein bis zwei Kilometern, heißt es. Am vergangenen Mittwoch hatte es aufgrund der zusätzlichen Gesundheitskontrollen noch Staus von bis zu 80 Kilometern Länge gegeben.

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