IN KÜRZE

Baustopp am Brennerbasistunnel

von Redaktion

Der Technologiekonzern Bosch hat nach eigenen Angaben einen Coronavirus-Schnelltest entwickelt. Das vollautomatische Verfahren zum Nachweis von Virenerbgut soll von der Entnahme der Probe bis zum Ergebnis weniger als zweieinhalb Stunden brauchen, teilte Bosch gestern mit. Der neue Test auf Sars-CoV-2 habe eine „Genauigkeit von über 95 Prozent“. Laut Bosch erfüllt der Test die Standards der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Bislang beträgt die reine Testzeit laut Robert Koch-Institut (RKI) etwa vier bis fünf Stunden, oft länger, wenndie Tests von externen Laboren gemacht werden. Der Bosch-Test soll auch direkt in Arztpraxen oder Krankenhäusern gemacht werden können. Der Test soll im April in Deutschland verfügbar sein. Die Zulassung steht noch aus.  dpa

Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, hat die Deutschen zum Tragen einfacher Atemschutzmasken aufgefordert. Diese garantierten zwar keinen Schutz vor Ansteckung, sagte Reinhardt der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. „Aber sie können ein wenig helfen, das Risiko zu verringern, andere anzustecken oder selbst angesteckt zu werden.“ Dies helfe bei der Viruseindämmung. Reinhardt appellierte zugleich, sich nur mit einfachen oder selbst gebastelten Masken zu schützen. Professionellere Schutzmasken der Kategorien FFP2 und FFP3 seien nicht erforderlich und würden dringend von Ärzten und Risikogruppen benötigt.

Wegen der Corona-Krise werden die Bauarbeiten am Brennerbasistunnel vorübergehend auch von österreichischer Seite eingestellt. Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) reagierten damit auf einen ähnlichen Schritt auf italienischer Seite. Damit wird die zuletzt auf 2028 terminierte Eröffnung des längsten Eisenbahntunnels der Welt sehr fraglich. Inklusive der bereits bestehenden Umfahrung von Innsbruck wird der Tunnel 64 Kilometer lang werden. Er soll den Auto- und Lastwagenverkehr über den Brennerpass vermindern.  dpa

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