München – Auch die S-Bahn hatte mit leeren Zügen zu kämpfen. Viele Pendler wechselten wegen des Coronavirus ins Homeoffice oder nutzten das Auto. Zwar fährt die S-Bahn seit 18. Mai wieder mit voller Kapazität, aber von den alten Fahrgastzahlen ist man noch weit entfernt. Derzeit liege die Auslastung bei rund 45 Prozent des vor Corona üblichen Aufkommens, teilte die S-Bahn auf Anfrage unserer Zeitung mit.
Wie hoch der Verlust bei der S-Bahn ist, werde derzeit erhoben „und konzernintern sowie im Aufsichtsrat bewertet“, so Heiko Büttner, Chef der Münchner S-Bahn. Eine Zahl nannte Büttner nicht. „Aber natürlich werden die Fahrgastrückgänge spürbar zu Buche schlagen.“ Auch zur Frage höherer Ticketpreise wollte sich Büttner nicht konkret äußern. Die Preisgestaltung erfolge innerhalb des Münchner Verkehrsverbunds. Die Entscheidung würden die Gesellschafter treffen – also der Freistaat Bayern, die Stadt München und die acht Verbundlandkreise.
Bezüglich künftiger Investitionen hob Büttner die Bedeutung der Verkehrswende hervor. „Wir haben nicht nur eine Corona-Krise, sondern auch eine Klimakrise. Wer will, dass die Region München und die Innenstadt nicht im Stau erstickt, wer auch nach Corona an der Verkehrswende festhalten will, braucht eine starke Schiene, wir brauchen eine starke S-Bahn München.“ Diesen Weg wolle man konsequent weitergehen.
Büttner appellierte an die Fahrgäste, sich an die Maskenpflicht zu halten und, wenn möglich, die Hauptverkehrszeiten zu meiden. Die Fahrzeuge würden regelmäßig und intensiv gereinigt. „Ich möchte an dieser Stelle betonen: Bahnfahren ist sicher.“ wha